{"id":148,"date":"2007-11-09T17:28:20","date_gmt":"2007-11-09T15:28:20","guid":{"rendered":"http:\/\/sc-postbauer-heng.de\/blog3\/?p=148"},"modified":"2007-11-09T17:28:20","modified_gmt":"2007-11-09T15:28:20","slug":"regelkunde-falle-aus-der-praxis-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/schachbezirk-mittelfranken.de\/sjm\/?p=148","title":{"rendered":"Regelkunde &#8211; F\u00e4lle aus der Praxis 1"},"content":{"rendered":"<p>Nachfolgend zwei aktuelle F\u00e4lle aus der Praxis.<\/p>\n<table style=\"height: 171px\" width=\"422\">\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top\"><strong>Fall 1<\/strong><\/td>\n<td style=\"vertical-align: top\"><strong>F\u00e4lle aus der Praxis<\/strong><\/td>\n<td style=\"vertical-align: top\"><strong><br \/>\n<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top; font-weight: bold\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/sc-postbauer-heng.de\/blog3\/blog3\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/paragraph.gif\" alt=\"Regelkunde\" title=\"Regelkunde\" \/><\/td>\n<td style=\"vertical-align: top\"><strong><span style=\"font-weight: normal\">Ein zuschauender Vereinskollege sagt einem Spieler im Rahmen einer Einzelmeisterschaft laut und deutlich einen (Gewinn-) Zug ein. Der Zuschauer ist selbst kein Teilnehmer des Turniers.<strong>Der Schiedsrichter beobachtet dies und schreitet ein !<\/strong> <\/span><\/strong><\/td>\n<td><strong><span style=\"font-weight: normal\"><\/span><strong><br style=\"font-weight: normal\" \/><\/strong><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top; font-weight: bold\">Hat der Schiedsrichter<br \/>\nrichtig<br \/>\nentschieden ?<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top\">Der anwesende Schiedsrichter ermahnt den &#8222;Einsager&#8220; und verweist diesen des Raumes. Die Partie bleibt davon unber\u00fchrt und l\u00e4uft weiter. Der Spieler dem der Zug eingesagt wurde, darf diesen auch ausf\u00fchren.<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"height: 171px\" width=\"422\">\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top\"><strong>Fall 2<\/strong><\/td>\n<td style=\"vertical-align: top\">&nbsp;<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top\"><strong>F\u00e4lle aus der Praxis<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top; font-weight: bold\">&nbsp;<\/td>\n<td style=\"vertical-align: top\">&nbsp;<\/td>\n<td><strong><span style=\"font-weight: normal\">Ein Spieler auf einer SchulschachMM (Schnellschach) reklamiert Remis indem er die Uhr anh\u00e4lt und Sie als Schiedsrichter hinzuzieht. Der Spieler erl\u00e4utert ihnen, dass der nach \u00a7 10.2 der Fide-Regeln remis beansprucht, da der Gegner keine Anstrengungen unternimmt um mit normalen Mitteln zu gewinnen. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr stellen Sie fest, dass der Reklamierende noch 12 Minuten auf der Uhr hat.<strong>Wie entscheiden Sie ?<\/strong><\/p>\n<p><\/span><br style=\"font-weight: normal\" \/><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"vertical-align: top; font-weight: bold\"><strong><span style=\"font-weight: normal\">Abwandlung zu Fall 2:<\/span><\/strong><\/td>\n<td style=\"vertical-align: top\">&nbsp;<\/td>\n<td><strong><span style=\"font-weight: normal\">Der Spieler hat nur noch 1,5 Minuten auf der Uhr. Auf dem Brett befindet sich noch sehr viel Material (Damen + je 2 Leichtfiguren zahlreiche Bauern) und der Gegner des Reklamierenden hat 2 Bauern mehr.<strong>Wie entscheiden Sie nun ?<\/strong><\/p>\n<p><\/span><br style=\"font-weight: normal\" \/><\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Die richtige Antwort erfahren Sie, wenn sie <!--more--><\/p>\n<p><strong>Fall 1:<\/strong><br \/>\nDer Schiedsrichter entscheidet korrekt. Der &#8222;Einsager&#8220; w\u00e4re nur pers\u00f6nlich f\u00fcr das Vergehen zur Rechenschaft zu ziehen. Da dieser selbst nicht mitspielt sind die M\u00f6glichkeiten eines Puntkabzugs etc. nicht gegeben. Eine Verbandsrechtliche Strafma\u00dfnahme bei besonders schwerwiegenden F\u00e4llen &#8211; Entscheidungsspiele um Klassenerhalt \/ Qualifikationsspiele &#8211; sind nat\u00fcrlich denkbar. Es stellt sich hierbei jedoch die Frage der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit und damit der schwere des Vergehens.<\/p>\n<p><strong>Fall 2:<\/strong><br \/>\nNach 10.2 kann ein Spieler nur reklamieren, sofern er die Uhr anh\u00e4lt (+), den Schiedsrichter ruft (+) und zu diesem Zeitpunkt weniger als 2 Minuten Restzeit zur Verf\u00fcgung hat. Letzteres ist nicht gegeben =&gt; Ablehnung des Antrages. ggf. Zeitgutschrift f\u00fcr den Gegner (2 min.).<\/p>\n<p><strong>Abwandlung zu Fall 2:<\/strong><br \/>\nNach 10.2 kann ein Spieler nur reklamieren, sofern er die Uhr anh\u00e4lt (+), den Schiedsrichter ruft (+) und zu diesem Zeitpunkt weniger als 2 Minuten Restzeit zur Verf\u00fcgung hat (+). Dies ist gew\u00e4hrleistet =&gt;<\/p>\n<p><strong>         Der Antrag wird gepr\u00fcft:<\/strong><br \/>\nBei derart viel Material und einem klaren Material\u00fcberhang f\u00fcr den Gegner kann der Antrag sofort abgelehnt werden und dem Gegner eine Zeitgutschrift von 2 Minuten gew\u00e4hrt werden (kann). Eine sofortig Zustimmung zum Antrag ist in dieser Stellung zu verneinen. Der Schiedsrichter kann allenfalls die Partie unter seiner Aufsicht weiterlaufen lassen und seine Entscheidung bis nach dem Bl\u00e4ttchenfall aufschieben. Zeigt der Gegner Gewinnversuche, z.B. Bauernvorsto\u00df, Materialtausch, oder \u00c4hnliches, ist der Antrag abzulehnen. Zieht der Gegner immer nur hin und her, so kann dem Antrag auf Remis selbst nach dem Fallen des Bl\u00e4ttchens des Reklamierenden zugestimmt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachfolgend zwei aktuelle F\u00e4lle aus der Praxis. Fall 1 F\u00e4lle aus der Praxis Ein zuschauender Vereinskollege sagt einem Spieler im Rahmen einer Einzelmeisterschaft laut und deutlich einen (Gewinn-) Zug ein. 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