Bayerische MädchenEM 2019

Nach einer spannenden letzten Runde gratuliert das Orga-Team den Bayerischen Meisterinnen 2019:

U10: Laura Sophie Bauer (SK Neumarkt)

U12: Siri Marleen Prinzen (SK Tarrasch München)

U14: Neşe Pınar Albayrak (Zabo-Eintracht Nürnberg)

U16: Jana Bardorz (TSV Rottendorf)

U18: Ekaterina Alferova (SAbt TuS Fürstenfeldbruck)

Herzlichen Glückwunsch!

Turnierseite

Berichte auf unserer Facebook-Seite

Live-Übertragung U14 Brett 1 + U16 Brett 1-3

Bereits zum fünften Mal fanden die Bayerischen Mädchenmeisterschaften 2019 auf Burg Wernfels in der Nähe von Spalt statt, an denen wie im Vorjahr 72 Spielerinnen teilnahmen. Das Organisationsteam – Hanna Marie Klek, Sebastian Mösl, Fabian Thiel und Alma Krastina – sorgte wie gewohnt für einen reibungslosen Ablauf und bot erneut ein umfangreiches Rahmenprogramm an. Auf der Facebook-Seite der Schachjugend Mittelfranken konnte man zeitnah erfahren was sich im Turniersaal abspielte und als besonderes Highlight wurden vier Partien live ins Internet übertragen.

In der U10 krönte sich Laura Sophie Bauer (SK Neumarkt) mit 6/7 zur Bayerischen Meisterin. Die einzige Niederlage musste sie gegen die Zweitplatzierte Katharina Lichtenegger (Schachfreunde Tegernheim) hinnehmen, die am Ende auf 5 Punkte kam und dank der besseren Buchholz Svea Jannicke (SC Wolfratshausen) auf Rang drei verwies.

U10

2019-04-26 – 128

Einen souveränen Durchmarsch gab es von der topgesetzte Vorjahresdritten Siri Prinzen (SK Tarrasch 45 München), die in der U12 alle Partien für sich entscheiden konnte. Vize-Meisterin wurde Tina Ding (SC Kempten) mit 5 Zählern vor Felizitas Birgit Kallipke (SC Uttenreuth) mit 4,5.

U12

2019-04-26 – 126

Spannend ging es in der U14 zu, hier hatten am Ende gleich vier Spielerinnen 5 Punkte erreicht. Die beste Buchholz wies dabei Nese Pinar Albayrak (Zabo-Eintracht Nürnberg) auf, die sich somit vor Lisa Adelhardt (ST Röttenbach) und der U12-Meisterin des Vorjahres Emily Alferova (SAbt TuS Fürstenfeldbruck) den Titel sicherte. Bemerkenswerterweise blieben alle Drei im Turnier ungeschlagen.

U14

2019-04-26 – 125

Die U16 war so gut besetzt wie noch nie in den vergangenen Jahren. Gleich elf Spielerinnen hatten eine DWZ größer 1500, zuletzt gab es 2016 mit deren Neun ähnlich viele Podestkandidatinnen. Die Togesetzte von 2016 wäre diesmal aber nur die #5 gewesen. Die U14-Meisterin des Vorjahres Jana Bardorz (TSV 1869 Rottendorf) drehte nach einem Betriebsunfall in Runde eins mächtig auf und holte mit 5,5 Punkten ihren zweiten Meistertitel. Die dreifache Deutsche Meisterin Vitalia Khamenya (SK Gräfelfing) kam noch schlechter aus den Startlöchern, doch mit fünf Siegen ab Runde drei kam sie ebenfalls auf 5,5 Zähler. Dritte wurde Maria Kühne (FC Ergolding) mit 5 Punkten.

U16

2019-04-26 – 121

In der U18 wurde Ekaterina Alferova (SAbt TuS Fürstenfeldbruck) mit 6,5/7 ihrer Favoritenrolle gerecht. Die dreifache Bayerische Meisterin Verena Gauchel (SK Germering) sicherte sich mit einem halben Punkt Rückstand die Vize-Meisterschaft und Anabel Funk (Aschaffenburg-Schweinheim) wurde nach Armageddon-Blitzentscheid Dritte mit 4 Zählern.

U18

2019-04-26 – 118

Ein großes Dankeschön geht an alle Teilnehmerinnen, Eltern und Betreuer, die es der Turnierleitung sehr einfach gemacht haben, alles reibungslos über die Bühne zu bringen. Das Orga-Team hatte einmal mehr viel Spaß, wünscht allen Qualifizierten viel Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften und hofft auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.


Tag 1:

Bei herrlichem Sonnenschein begrüßte des 1.Vorsitzende der Schachjugend Mittelfranken Daniel Häckler alle Teilnehmerinnen, Eltern und Betreuer zur diesjährigen Bayerischen Mädcheneinzelmeisterschaft, die man nun bereits das fünfte Jahr in Folge auf der Burg Wernfels ausrichtet. Darüber freute sich auch der 1.Vorsitzende der Bayerischen Schachjugend Stefan Scholz, da er die Meisterschaft mit den hervorragenden Spielbedingungen und dem bewährten Organisationsteam – Mädchenschachreferentin Hanna Marie Klek, Sebastian Mösl, Fabian Thiel und Alma Krastina – in guten Händen weiß. Nach einigen Hinweisen zur Organisation sowie dem Turnierablauf wurden kurz nach 14:30 die Bretter zur ersten Runde freigegeben.

U10 – Runde 1:

Zum Auftakt der U10 hätte Laura Huber der Titelverteidigerin Sofia Klonov eine Figur per Ausschalten der Verteidigung durch Wegjagen abknöpfen können, wurde aber gleich darauf Opfer desselben taktischen Motivs. Laura Sophie Bauer eroberte die Dame von Svea Jannicke per Springergabel, wohingegen Alexandra Frenkel ihren Mehrturm im Endspiel durch ein Röntgenschach einbüßte. Und es kam noch schlimmer: zwar musste Veronika Flierl ihren Turm für die neue Dame opfern, aber gegen ihre verbundenen Freibauern war der verbliebene Turm von Alexandra chancenlos. In der Partie von Cora Hergenröder und Julia Schwarzfischer versuchten beide Spielerinnen ihre Gegnerin in ein Grudreihenmatt zu locken, was aber misslang. Kurisoserweise war das Ende der Partie dann doch ein… ? Richtig, ein Grundreihenmatt brachte Cora den ganzen Punkt. Laura Kristin Krause unterlief gegen Katharina Lichtenegger ein folgenschwerer Turmzug und Simona Semenchenko schwächte erst die Rochadestellung von Marlene Spitzlsperger, um dann im weiteren Verlauf dies zum Matt auszunutzen.

U12 – Runde 1:

Die Setzlistenerste der U12 Siri Prinzen nutzte nach einer längeren Schlagvariante eine Fesselung, um Clementine Köppel eine Figur abzujagen. Sarah Winkler wurde gegen Milena Reifschneider das schon in der U10 gesehene Motiv Ausschalten der Verteidigung durch Wegjagen zum Verhängnis, während Elisabeth Reich einen Mehrbauern im Turmendpsiel gegen Natalie Kohlhepp verwertete. Felizitas Birgit Kallipke konnte entscheidend mit ihrem Turm auf der zweiten Reihe eindringen und danach den König von Tina Ding zur Strecke bringen. Alina Muhina kam nicht zur Rochade, was Sabah Burdett auszunutzen wusste, wähend Aditi Anaparthis vermeintlich am Rand gestrandeter Springer zum Helden der Partie wurde und mit einer Gabel die Dame von Anna Leykauf eroberte. Anna-Maria Neidert konnte mit ihren Bauern einen Läufer von Violetta Loos einfangen, aber eine Fesselung stellte das materielle Gleichgewicht wieder her. Im weiteren Verlauf konnte Violetta Turm und Figur gewinnen, aber ein Dauerschach machte alle Siegchancen zunichte. Vanessa Heinze setzte sich nach langem Kampf gegen Ngoc Chau Nguyen dank aktiverer Figuren durch, während Sarah Zeisler bereits mit dem Rücken zur Wand stand, bis Viola Spitzlsperger eine Figur abhanden kam.

U14 – Runde 1:

In der U14 musste Liana Muhina das Rochaderecht aufgeben und im weiteren Verlauf der Partie konnte Lisa Adelhardt ein feines Matt mit zwei Springern anbringen. Anna Nguyen übersah bei einem Zwischenzug den Zwischenzug der Gegnerin und stand fortan gegen Nese Albayrak mit einer Figur weniger auf verlorenem Posten. Einen Figurengewinn gab es auch für Ainhoa Karlinger gegen Yina Gao: eine Bauerngabel bereitete hier einen Doppelangriff vor. Katharina Gubler hatte gegen Anna Erdösi eine vielversprechende Angriffsstellung auf dem Brett, aber nach einer übersehenen Fesselung war der Vorteil dahin. Wenig später war nach einem Röntgenangriff die Partie endgültig gekippt, bis eine Springergabel die erneute Wende zu Gunsten von Katharina brachte. Alina Müller eroberte per Doppelangriff eine Figur von Selina Racky und in der Partie zwischen Melissa Reifschneider und Melissa Albayrak machte das verbunde Freibauernpaar der Erstgenannten das Rennen. Ein ausgeglichenes Duell bis ins Endspiel lieferten sich Katja Frowein und Emily Alferova mit einem Remis als folgerichtigem Ergebnis. Ricarda Sophie Krause hatte nach einem wilden Handgemenge mit Lea Röll eine Figur für einen Bauern, doch nach einem Überseher stand sie mit leeren Händen da. Derweil eroberte Arusyak Sargsyan im Laufe der Partie gegen Svenja Wahl drei Bauern und verwertete diesen Vorteil im Springerendspiel.

U16 – Runde 1:

Die U16 ist dieses Jahr sehr stark besetzt, entsprechend lange wurde an den vorderen Brettern gekämpft und die beiden Topgesetzten mussten auch gleich Punkte abgeben. Vitalia Khamenya hatte in einer Isolani-Stellung zunächst Vorteile, aber Leonora Weber kam unbeschadet ins Endspiel. Hier hätte sie nach dem Tausch der Türme sogar gute Gewinnchancen gehabt, nahm aber das Remisgebot an. Jana Bardorz hatte die gegnerische Rochadestellung bereits erfolgreich auf der h-Linie attackiert und den König von Berrak Albayrak auf den anderen Flügel gejagt. Doch als sie es versäumt hatte ihre eigene Rochadestellung vorm Eindringen der gegnerischen Dame zu schützen, war die Partie gekippt. Liliane Pavlov gewann zunächst einen Bauern und konnte danach ihre beiden Türme entscheidend auf die zweite Reihe bringen, so dass der König von Katarina Vuckovic in einem Mattnetz zappelte. Nina Kunisch nutze die ungüstige Figurenaufstellung von Constanze Paoli um eine Figur zu gewinnen, während Iva Cheredzhiyska gegen Laura Röll in sehr guter Stellung einen Schreckmoment überstehen musste, danach aber wieder alles im Griff hatte. Maria Schilay kam bei heterogenen Rochaden zu einem durchschlagenden Angriff, während das Opfer von Daiana Burger zu optimistisch war und von Maria Kühne widerlegt wurde. Indes hatte sich ein Springer von Elena Goldstein am Brettrand vergaloppiert und wurde von Annika Petzold eingefangen.

U18 – Runde 1:

Caroline Ebert konnte nach einer langen Schlagvariante eine Mehrfigur ihr Eigen nennen und da sie obendrein einen starken Freibauern auf d3 hatte, warf Stefanie Walter das Handtuch. Die amtierende Bayerische U16-Meisterin Verena Gauchel konnte dank einer Fesselung eine Figur von Sabrina Heinze erobern und ließ sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen. Johanna Sperber hatte zwei Mehrbauern, vernachlässigte dann aber ihre Verteidigung und Anabel Funk schlug zu. Ekaterina Alferova gewann früh einen Bauern von Vanessa Gremer und nutze später die lange Diagonale zum Mattsetzen, auch wenn die hübsche Variante mit Damenopfer leider nicht aufs Brett kam.

Rahmenprogramm:

Am Abend lud Alma zur Werwolfrunde ein, die bei den angenehmen Temperaturen im Freien abgehalten werden konnte.

Tag 2:

Nachdem uns gestern die Technik einen Streich spielte und auch Plan B und C nicht funktioniert haben, kam heute Plan D zum Einsatz. Zumindest vier DGT-Bretter laufen nun und auch die Internet-Übertragung blieb stabil, so dass auch die Daheimgebliebenen Brett 1 der U14 sowie die Bretter 1-3 der U16 verfolgen können.

U10 – Runde 2:

Die Titelverteidigerin Sofia Klonov musste sich heute Cora Hergenröder geschlagen geben, nachdem diese mit ihrem Turm auf die zweite Reihe gekommen war und einige Bauern einsammeln konnte. Laura Sophie Bauer stand nach der Eröffnung aktiv, brachte sich danach aber selbst in die Bredouille, so dass Simona Semenchenko im Endspiel klare Vorteile hatte. Als Simona jedoch die Türme tauschte erwachte Lauras Springer zum Leben, eroberte einen Bauern und der resultierende Freibauer wurde zur Dame. Per Abzugsangriff gewann Katharina Lichtenegger eine Figur von Veronika Flierl, während Julia Schwarzfischer gegen Laura Huber nach gutem Beginn eine Bauerngabel zum Verhängnis wurde. Laura Kristin Krause war die ganze Partie über am Drücker, übersah dann aber eine Mattdrohung und Alexandra Frenkel ließ sich nicht zweimal bitten. Svea Jannicke und Marlene Spitzlsperger kämpften lange in ausgeglichener Stellung bis Marlene der entscheidende Fehler unterlief.

U12 – Runde 2:

Siri Prinzen gewann im Mittelspiel einen wichtigen Zentralbauern und später per Springergabel eine Qualität von Milena Reifschneider. Sabah Burdett nutzte gegen Elisabeth Reich die halboffene g-Linie zum Angriff und Felizitas Birgit Kallipke gewann nach anfänglichem Bauernverlust durch einen Doppelangriff eine Figur von Vanessa Heinze. Eine Mehrfigur nannte auch Aditi Anaparthi ihr eigen, wiederholten dann aber die Züge. Violeta Loos stand zunächst sehr aktiv, im Endspiel hatte dann aber Sarah Winkler einen Bauern mehr. Als jedoch Violetas Turm auf der dritten Reihe abräumte, entschied ihr verbundenes Freibauernpaar die Partie. Alina Muhina gewann dank einer Fesselung früh eine Figur von Natalie Kohlhepp und auch Tina Ding hatte gegen Anna-Maria Neidert schnell eine Figur mehr auf dem Brett. Anna Leykauf fing einen Läufer von Veronika Spitzlsperger ein, während Ngoc Chau Nguyen eine Fesselung ausnutzte um die Rochadestellung von Clementine Köppel aufzureißen, um danach den finalen Mattangriff einzuläuten.

U14 – Runde 2:

Lisa Adelhardt investierte viel Bedenkzeit und lebte schon fast nur noch vom Bonus, kam aber mit einem Mehrbauern ins Endspiel. Doch dort fand sie den Gewinnplan nicht und musste nach 88 Zügen Melissa Reifschneider die Hand zum Remis reichen. Auch Nese Albayrak kam gegen Arusyak Sargsyan nach fast fünf Stunden Kampf nicht über ein Remis hinaus. Zwar stand sie lange Zeit besser, wickelte dann aber in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ab, wo der Mehrbauer nichts mehr wert war. Ainhoa Karlinger hatte sich mit aktivem Figurenspiel eine sehr gute Stellung mit Mehrbauer erarbeitet, doch kurz vor der ersten Zeitkontrolle kostete sie ein Abzugsangriff einen Turm. Ein Figurengewinn brachte Alina Müller auf die Siegerstrasse gegen Lea Röll und Ricarda Sophia Krause eroberte per Springergabel eine Qualität von Katja Frowein. Emily Alferova gelang es den König von Anna Erdösi in der Mitte zu halten und gewann schließlich eine Figur dank einer Fesselung. Liana Muhina stand in der Eröffnung schon sehr gut, aber ein Abzugsangriff brachte Selina Racky eine Figur ein. In der Partie zwischen Melissa Albayrak und Anna Nguyen hatte erst die eine ihre Möglichkeiten, dann die andere und am Ende einigte man sich auf Remis, auch wenn Melissa mit drei Bauern für einen Springer noch gute Siegchancen gehabt hätte. Yina Gao hatte zwar einen Bauern weniger, dafür war der Monarch von Svenja Wahl in der Mitte verblieben, was Yina zum entscheidenden Angriff nutzte.

U16 – Runde 2:

Am Spitzenbrett der U16 griff Liliane Pavlov mit ihren Bauern am Königsflügel an und nachdem Maria Schilay nicht den besten Verteidigungsplan gefunden hatte, war das Matt nicht mehr zu decken. Maria Kühne ließ ihren König zu lange in der Mitte, also öffnete Nina Kunisch das Zentrum und kam zu einem durchschlagenden Angriff. In einer spannenden Partie mit heterogenen Rochaden gelang es Iva Cheredzhiyska im Endspiel den Springer von Annika Petzold einzufangen. Leonora Weber brachte Würze in die Partie gegen Berrak Albayrak indem sie die Dame für zwei Türme gab. Als sie später zwei Bauern mehr hatte, gab sie die Türme für die Dame zurück und setzte sich im Endspiel durch. Das Duell der beiden topgesetzten Vitalia Khamenya und Jana Bardorz gab es nach deren Punktverlusten zum Auftakt überraschend schon in Runde zwei an Tisch fünf. Dabei gab Vitalia zwei Figuren für einen Turm und nachdem sie ihren König in der Mitte gelassen hatte, machte Jana kurzen Prozess. Christina Dietrich brachte alle ihre Figuren in Angriffsstellung gegen die Rochadestellung von Katarina Vuckovic und nachdem diese nicht rechtzeitig Verteidigungsmaßnahmen ergriffen hatte, kam Christina zu einer schönen Mattkombination. Constanze Maria Paoli hatte gegen Daiana Burger zwei Bauern mehr, doch dann kam Daiana in den Angriff, aber just als das Pendel begann in ihre Richtung auszuschlagen, wählte sie den falschen Plan. In der Partie zwischen Elena Goldstein und Laura Röll hatten beide Spielerinnen ihre Möglichkeiten, aber am Ende wurde der Punkt geteilt.

U18 – Runde 2:

Stefanie Walter kam zu einem schnellen Erfolg über Vanessa Gremer, wohingegen Ekaterina Alferova lange kämpfen musste bis sie sich gegen Anabel Funk einen entscheidenden materiellen Vorteil erspielen konnte. Sabrine Heinze fing einen Springer von Johanna Sperber ein und Verena Gauchel nutzte ein Hinlenkungsmotiv zum Figurengewinn gegen Caroline Ebert.

U10 – Runde 3:

Am Spitzenbrett kam Laura Sophie Bauer gut aus der Eröffnung, riskierte dann aber zu viel und nachdem Cora Hergenröder ihren Angriff abgewehrt hatte, drohten die schwarzen Figuren über Lauras König herzufallen. Aber ein ungenauer Zug reichte und Laura bekam die Damen vom Brett, wonach die größte Gefahr gebannt war. Im Turmendspiel war ihr Freibauernpaar dann der große Trumpf und ermöglichte einen taktischen Gewinn. Sofia Klonov war die ganze Partie über im Angriff und hatte alle Schwerfiguren auf der zweiten Reihe in Stellung gebracht, vernachlässigte dann aber die eigene Königsstellung und wurde von Katharina Lichtenegger Matt gesetzt. Einen schnellen Mattangriff nach erfolgreichem Opfer auf f7 gab es für Laura Huber gegen Veronika Flierl und Simona Semenchenko gewann eine Figur von Alexandra Frenkel. Svea Jannicke eroberte per Abzugangriff eine Figur, die Laura Kristin Krause im Endspiel mit einer Springergabel zurückeroberte, aber der gedeckte Freibauer von Svea entschied die Partie. Julia Schwarzfischer brachte eine Springergabel einen ganzen Turm ein, wonach Marlene Spitzlsperger auf verlorenem Posten stand.

U12 – Runde 3:

Siri Prinzen übernahm gegen Sabah Burdett von Beginn an das Kommando und gewann im Laufe der Partie mit aktivem Figurenspiel zwei Bauern. In der Partie zwischen Aditi Anaparthi und Felizitas Birgit Kallipke hätte zunächst Aditi den entscheidenden Schlag setzen können, stattdessen konnte Felizitas eine Figur gewinnen. Doch es kam die nächste Wende und Aditi bekam die Dame für ihren Turm, wonach die Stellung in etwa im Ausgleich war und der Punkt geteilt wurde. Violeta Loos konnte aufgrund einer Fesselung eine Figur gewinnen, doch dann kam die dramatische Wende und auf einmal hatte Sarah Zeisler eine Dame mehr. Ein Abzugsangriff brachte Elisabeth Reich eine Qualität ein, die Vanessa Heinze mit ihrem agilen Läuferpaar später aber zurückgewann, so dass im ausgeglichenen Endspiel das Remis vereinbart wurde. Tina Ding kam gegen Anna Leykauf mit einem Mehrbauern ins Bauernendspiel, den sie souverän verwertete. Mit einer Bauerngabel konnte Alina Muhina eine Figur gewinnen, die sie wegen ihres unrochierten Königs später aber wieder zurückgeben musste. Im Endspiel versäumte es Milena Reifschneider rechtzeitig die Damen abzutauschen, so konnte Alina mit zwei Mehrbauern ins Turmendspiel abwickeln. Als sie einen davon verloren hatte, wurde der Punkt geteilt, wobei Alina immer noch sehr gute Gewinnaussichten gehabt hätte. Ngoc Chau Nguyen gewann früh eine Figur von Anna-Maria Neidert, wohingegen Natalia Kohlhepp die ganze Partie über am Drücker war, im Endspiel aber eine Figur einbüßte, wonach Sarah Winkler den Punkt erringen konnte. Derweil konnte sich Clementine Köppel nach wechselseitigem Verlauf gegen Viola Spitzlsperger durchsetzen.

U14 – Runde 3:

In der U14 endeten die ersten vier Bretter unisono unentschieden. Dabei hatte Alina Müller gegen Katharin Gubler im Mittelspiel zwei Figuren gewinnen können. Eine davon opferte sie korrekterweise um die Verteidigung des gegnerischen Königs zu zerstören, fand aber den finalen Punch nicht und nach dem Damentausch schaffte es das Freibauernpaar von Katharina am Damenflügel langsam aber sicher nach vorne zu marschieren, so dass der Vorteil nicht mehr so klar war. Wesentlich unspektakulärer verlief die Punkteteilung zwischen Lisa Adelhardt und Nese Pinar Albayrak, wohingegen Emily Alferova gegen Arusyak Sargsyan zwar zwei Bauern weniger auf dem Brett hatte, dafür aber eine vielversprechende Angriffsstellung gegen den König. Ainhoa Karlinger und Melissa Reifschneider hielten ihre Partie durchweg im Ausgleich. Ricarda Sophie Krause gewann zunächst zwei Bauern, büßte dann aber eine Qualität wegen eines Zwischenschlags ein. Im Endspiel kamen die Türme von Selina Racky immer besser ins Spiel und letztlich entschied ihr Freibauer die Partie. Yina Gao hatte bereits einen Mehrbauern als ihr Ausschalten der Verteidigung durch Schlagen den Turm von Lea Röll einbrachte. Katja Frowein kam mit einem Mehrbauern ins Endspiel mit gleichfarbigen Läufern, aber Melissa Albayrak konnte alles erfolgreich blockieren. Indes fing Anna Nguyen einen Läufer von Svenja Wahl ein, während Anna Erdösi gegen Liana Muhina nach einer Schlagvariante eine Figur eingebüßt hatte.

U16 – Runde 3:

Eine kuriose Partie gab es am Spitzenbrett zwischen Nina Kunisch und Liliane Pavlov zu sehen. Liliane hatte sich für die lange Rochade entschlossen, was Nina beste Angriffschancen gab. Aber der Klassiker Ausschalten der Verteidigung durch Schlagen brachte Liliane unverhofft eine Mehrfigur ein. Allerdings gelang es Nina ihre Dame auf die siebte Reihe zu bringen, wodurch die schwarze Königsstellung noch unsicherer wurde. Tatsächlich wählte Liliane den falschen Plan und nun hätte Nina klar in Vorteil kommen können, erzwang aber die Zugwiederholung. Remis endete auch die Partie am Brett daneben. Dabei hatte Leonora Weber lange Zeit Vorteile, doch dann wendete sich das Blatt und Iva Cheredzhiyska war im Angriff als die Partie jäh endete. Der oben erwähnte Klassiker wurde auch Constanze Maria Paoli zum Verhängnis und Jana Bardorz ließ noch einen weiteren Figurengewinn per Abzugsangriff folgen. In der Partie zwischen Maria Schilay und Berrak Albayrak hatte erst Maria Vorteile, doch dann machte Berrak Druck auf der c-Linie und hätte entscheidend in Vorteil kommen können. Nachdem sie ihren Springer jedoch zum Tausch angeboten hatte, war der Vorteil verflacht und man einigte sich auf Remis. Im Duell zwischen Annika Petzold und Maria Kühne konnte sich keine entscheidenden Vorteil erspielen, so dass die Partie folgerichtig unentschieden endete. Christina Dietrich verpasste eine starke taktische Möglichkeit gegen Laura Röll, so dass es mit gleichem Material ins Doppelturmendspiel ging. Dort waren Lauras Türme aktiver, was die entscheidenden Mehrbauern einbrachte. Vitalia Khamenya nutzte die unglückliche Figurenaufstellung von Elena Goldstein zum Figurengewinn und Daiana Burger setzte sich in einer taktisch geprägten Partie im Endspiel gegen Katarina Vuckovic durch.

U18 – Runde 3:

In der U18 gab es zwei Remispartien: Verena Gauchel stand ausgangs der Eröffnung eher passiv, konnte sich dann aber einen Bauern einverleiben. Allerdings war dadurch ihre Dame im feindlichen Lager gestrandet und der Weg aus der drohenden Zugwiederholung war nicht so klar. Bei Caroline Ebert und Johanna Sperber war eine Stellung entstanden in der Johanna zwei Bauern für eine Qualität hatte und beim Friedensschluss zeigte die Engine 0,09 an. Ekaterina Alferova gewann im Mittelspiel einen Zentrumsbauern und in der Folge einen weiteren, woraufhin sie im Springerendspiel mit ihrem Freibauernpaar am Damenflügel die Partie gegen Sabrina Heinze entschied. Derweil kam Anabel Funk auf der langen Diagonalen zum Mattangriff gegen Vanessa Gremer.

Rahmenprogramm:

Das in Wernfels traditionelle Blitzturnier in einer Schach-Variante sah diesmal fünf Runden Protestschach. Es dauerte ein wenig bis das mit dem Mattsetzen klappte und mit welchen Kniffen man hier arbeiten muss. Sieger mit fünf Siegen wurde Joachim Heinze vor der topgesetzten Vitalia Khamenya, die ein Vierpunkte-Trio vor Nina Kunisch und Melissa Reifschneider anführte. Fünfte mit einem halben Zähler wurde Annika Petzold. Beste U12-Spielerin war Alina Muhina mit drei Punkten auf Rang zehn.

Endstand

Tag 3:

Nach vier von sieben Runden haben gleich drei Spielerinnen noch eine weiße Weste. Eine davon ist Katharina Lichtenegger in der U10, die einen Punkt vor dem Trio Laura Sophie Bauer, Cora Hergenröder und Svea Jannicke liegt. In der U12 gab Siri Prinzen noch nichts ab und hat sich damit einen Zähler Vorsprung vor Sabah Burdett und Tina Ding erarbeitet. Wesentlich enger geht es in der U14 zu, wo ein Quartett drei Punkte auf dem Konto hat: Nese Pinar Albayrak, Alina Müller, Melissa Reifschneider und Emilay Alferova. In der U16 liegen drei Spielerinnen mit drei Zählern an der Spitze: Nina Kunisch, Jana Bardorz und Iva Cheredzhiyska. Dahinter lauert ein Quintett mit 2,5 Punkten. Ekaterina Alferova hat in der U18 bislang alle Partien gewonnen und führt vor Verena Gauchel, die ein Remis abgegeben hat. Dritte ist Anabel Funk mit drei Punkten.

U10 – Runde 4:

Im Spitzenduell hatte Laura Sophie Bauer Chancen in der Eröffnung, vernachlässigte aber ihre Entwicklung und so konnte Katharina Lichtenegger die Dame von Laura einfangen. Cora Hergenröder kam gegen Laura Huber mit einem Mehrbauern ins Endspiel, wo sie weiteres Material gewinnen konnte. Svea Jannicke gelang es schon in der Eröffnung eine Quali und zwei Bauern von Simona Semenchenko zu erobern, während Sofia Klonov gegen Alexandra Frenkel bis ins Endspiel drei Mehrbauern auf der Habenseite hatte. Veronika Flierl konnte ganz klassisch dank der Fesselung des Spingers auf f6 die Rochadestellung von Julia Schwarzfischer öffnen und danach schnell Matt setzen.

U12 – Runde 4:

Einen spannenden Kampf lieferten sich Siri Prinzen und Felizitas Birgit Kallipke, die ein ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel erreichten, in dem Siri die etwas bessere Bauernstruktur hatte. Im weiteren Verlauf gewann Siri einen Bauern und nach einer weiteren Ungenauigkeit von Felizitas machte das Freibauernpaar von Siri das Rennen. Bei Sarah Zeisler und Sabah Burdett kamen unterschiedliche Rochaden aufs Brett und beide Spielerinnen griffen beherzt mit ihren Bauern an. In der komplizierten Stellung war dadurch so viel Dynamik, dass die Vorteile hin und her wogten, aber letztlich schlug der Angriff von Sabah durch. Tina Ding eroberte per Bauerngabel eine Figur von Ngoc Chau Nguyen und Elisabeth Reich konnte mit einem Doppelangriff des Läufers eine Figur von Aditi Anaparthi gewinnen. Heterogene Rochaden gab es bei Alina Muhina und Vanessa Heinze, wobei Alina die h-Linie öffnen konnte und den König von Vanessa auf den anderen Flügel jagte. Doch Alina vergab ihren Vorteil, Vanessa opferte die Dame für zwei Türme und hatte obendrein einen Mehrbauern, so dass sich Alina ins Dauerschach retten musste. Milena Reifschneider versuchte es in einer taktischen Variante mit einem Zwischenzug, der jedoch von einem Zwischenzug seitens Violeta Loos widerlegt wurde. Sarah Winkler gewann beim Übergang ins Turmendspiel einen Bauern, den sie sicher verwertete. Clementine Köppel nutzte den in der Mitte verbliebenen König von Anna-Maria Neidert zum erfolgreichen Angriff, während Natalie Kohlhepp früh Bauer und Qualität von Viola Spitzlsperger gewann.

U14 – Runde 4:

Nicht viel los war am Spitzenbrett zwischen Lisa Adelhardt und Alina Müller, so dass es zu einer schnellen Punkteteilung kam, auch wenn Alina mit dem Läuferpaar angenehmer stand. Auch in der Partie zwischen Nese Pinar Albayrak und Katharina Gubler ging es lange ausgeglichen zu, doch dann wurde Katharina ihre unsichere Königsstellung zum Verhängnis. Yina Gao versäumte es ihren Randspringer wegzuziehen und wurde Opfer des Ausschaltens der Verteidigung durch Wegjagen seitens Emily Alferova. Unterschiedliche Rochaden kamen bei Selina Racky und Melissa Reifschneider aufs Brett, wobei der Angriff von Melissa schneller war und Ertrag einbrachte. Anna Nguyen hatte im Damenendspiel die bessere Bauernstruktur und nachdem Arusyak Sargsyan den Damentausch nicht mehr verhindern konnte, gewann Anna das Bauernendspiel mit feiner Technik. Ainhoa Karlinger gewann früh zwei Bauern und hatte daher ein gefährliches Freibauernpaar am Damenflügel. Im Springerendspiel gelang es Ricarda Sophie Krause aber einen Bauern zurückzuerobern und am Ende blieb nur der Randbauer auf dem Brett, der nicht zum Gewinn reichte. Ausschalten der Verteidigung durch Schlagen brachte Liana Muhina eine Mehrfigur ein und auch wenn Katja Frowein zwischenzeitlich zwei Bauern für die Figur hatte, gelang es Liana in ein gewonnenes Bauernendspiel abzuwickeln. Lea Röll konnte im Endspiel einen Springer von Melissa Albayrak einfangen, wohingegen Anna Erdösi zwar früh eine Figur gewann, später aber eine Fesselung übersah, die einen Turm kostete. Letztlich war das Endspiel Turm gegen Läufer am Brett, wobei Anna mit ihrem König in die falsche Ecke ging, so dass Svenja Wahl nach umkämpften 92 Zügen Matt setzen konnte.

U16 – Runde 4:

Iva Cheredzhiyska kam aus der Eröffnung heraus zu einer vielverspechenden Angriffsstellung, so dass Nina Kunisch sich kaum rühren konnte. Selbst ein Bauernverlust von Iva war kein Problem, hatte sie aber anscheinend etwas aus der Spur gebracht und sie bot remis an. Jana Bardorz übernahm im Mittelspiel das Kommando, nachdem Liliane Pavlov ihre Bauernstruktur am Königsflügel geschwächt hatte. In schon sehr guter Stellung eroberte Jana mit feiner Taktik eine Figur. Leonora Weber hatte im Mittelspiel eine gute Stellung mit starken Zentrumsbauern und dem Läuferpaar erreicht, übersah dann aber einen taktischen Schlag, der Maria Kühne letztlich einen ganzen Turm einbrachte. Maria Schilay geriet gegen Vitalia Khamenya in die Defensive, fand nicht den einzigen Verteidigungsplan und wurde schließlich Matt gesetzt. Annika Petzold stand gegen Berrak Albayrak die ganze Partie über besser, doch im 39. Zug überschritt sie die Bedenkzeit. Laura Röll gab in der Eröffnung einen Bauern für aktives Spiel, büßte dann jedoch eine Figur ein. Aber sie stellte weiter Drohungen auf und nachdem Constanze Maria Paoli den falschen Verteidigungszug wählte, musste sie die Dame geben um das Matt zu verhindern. Daiana Burger gewann erst eine Figur und wenig später die Dame von Christina Dietrich, während Elena Goldstein mit einem Mehrbauern gegen Katarina Vuckovic remisierte.

U18 – Runde 4:

Stefanie Walter schwächte sich schon in der Eröffnung auf den weißen Feldern und Anabel Funk gewann schnell entscheidendes Material. Sabrina Heinze fing einen am Rand gestrandeten Springer von Vanessa Gremer ein, während Ekaterina Alferova im Mittelspiel mit der Dame auf den weißen Feldern in die Stellung von Caroline Ebert eindringen und zwei Bauern erobern konnte. Verena Gauchel schlug gegen Johanna Sperber zweimal mit einem Abzugsangriff zu, wobei einmal ein Bauer und einmal eine Figur der Ertrag waren.

Rahmenprogramm:

Am freien Nachmittag stand eine Chaos-Rallye auf dem Programm, wobei die Teilnehmerinnnen knifflige Fragen rund um die Burg und das Betreuerteam beantworten sowie einige Aufgaben bewältigen mussten. Dabei wurde ein männliches Orga-Teammitglied auf 28 geschätzt, ein weibliches auf 35… Auch sonst wurde das tolle Wetter genutzt, u.a. mit Fussball.

Tag 4:

Vor der letzten Runde hat Laura Sophie Bauer in der U10 mit 5 Punkten die besten Chanchen auf den Titel, dahinter lauern Cora Hergenröder mit 4,5 sowie Katharina Lichtenegger und Svea Jannicke mit 4 Punkten. In der U12 steht die Titelträgerin bereits fest: Siri Prinzen konnte bislang alle Partien gewinnen und liegt uneinholbar 1,5 Zähler vor Felizitas Birgit Kallipke. Es folgen Tina Ding und Sarah Winkler mit 4 Punkten sowie ein Trio mit 3,5. Spannend geht es in der U14 zu: Nese Pinar Albyrak, Lisa Adelhardt und Emily Alferova sind mit je 4,5 Punkten in Front vor Alina Müller und Melissa Reifschneider mit einem halben Zähler weniger. In der U16 haben sich die beiden topgesetzten nach ihrem Ausrutscher in Runde eins an die Spitze gekämpft. Jana Bardorz und Vitalia Khamenya haben 4,5 Punkte, dahinter befinden sich Leonora Weber, Maria Kühne und Iva Cheredzhiyska mit 4. Die U18 führt Ekaterina Alferova mit 5,5 Punkten an vor Verena Gauchel mit 5 sowie Anabel Funk mit 4.

U10 – Runde 5:

In der fünften Runde hat es nun auch Katharina Lichtenegger erwischt. Zwar hatte sie schon zwei Mehrbauern, aber der Dritte war dann vergiftet, sie verlor eine Figur und Svea Jannicke kam zum Mattangriff. Das Laura-Duell endete mit einem Sieg für Laura Sophie Bauer gegen Laura Huber. Dabei kam Laura Sophie hervorragend aus der Eröffnung und konnte dank einer Fesselung die Dame für Turm und Figur gewinnen. Allerdings vesäumte sie es danach ihren Damenflügel zu entwickeln, so dass Laura Huber durchaus die Partie hätte drehen können. Letztlich kam Laura Sophie aber doch noch zum Mattangriff. Cora Hergenröder hatte lange Zeit einen Bauern mehr, doch dann kam Veronika Flierl besser ins Spiel und gewann selbst zwei Bauern. Selbst als Veronika die Qualität eingebüßt hatte stand sie immer noch sehr gut, vor allem da Coras Springer ein tristes Dasein auf der Grundreihe fristete, trotzdem nahm sie ein Remisgebot an. Sofia Klonov eroberte eine Qualität von Simona Semenchenko, musste dafür aber ihren Fianchettoläufer abgeben. Und als Sofia Simona ermöglichte ihren Läufer auf die lange Diagonale zu bringen, war das Matt auf g7 nicht mehr zu decken. Marlene Spitzelsperger war lange Zeit am Drücker und griff den unsicheren König von Alexandra Frenkel an, aber dann wendete sich das Blatt und Alexandra gewann einen Turm. Julia Schwarzfischer gewann mit einem Röntenangriff eine Qualität von Laura Kristin Krause, die sie im Endspiel nach 84-zügigem Kampf zum Sieg nutzte.

U12 – Runde 5:

Siri Prinzen setzte ihren Siegeszug auch gegen Tina Ding fort. Siri übernahm ausgangs der Eröffnung das Kommando, gewann zunächst einen Bauern per Doppelangriff und später weiteres Material mit aktivem Figurenspiel. Violeta Loos nutzte eine Fesselung um Sabah Burdett eine Qualität abzujagen, während Felizitas Birgit Kallipke mit ihrem agilen Läuferpaar Sarah Zeisler unter Druck setzte, bis ein Röntgenangriff eine Qualität einbrachte. Sarah Winkler nutzte im Endspiel eine Fesselung, um einen Bauern von Elisabeth Reich zu gewinnen, den sie im Endspiel mit gleichfarbigen Läufern verwertete. Eine Springergabel brachte Alina Muhina früh die Dame von Aditi Anaparthi ein, während sich in der Partie zwischen Clementine Köppel und Vanessa Heinze keine einen nennenswerten Vorteil erspielen konnte, bis Vanessa im Endspiel einen Bauern gewann, aber es waren ungleichfarbige Läufer auf dem Brett. Ngoc Chau Nguyen schuf früh ein Loch in der Rochadestellung von Milena Reifschneider und nutzte dies zum Mattangriff. Bei unterschiedlichen Rochaden konnte Anna Leykauf mit einem Abzugsangriff eine Qualität von Natalie Kohlhepp gewinnen und später dank des aktiven Turms eine Figur auf der Grundreihe. Eine Partie mit beidseitigen Chancen gab es zwischen Anna-Maria Neidert und Viola Spitzlsperger, in der sich Anna-Maria letztlich durchsetzen konnte.

U14 – Runde 5:

Nese Pinar Albayrak öffnete die Stellung und gewann einen Bauern von Melissa Reifschneider. Im weiteren Verlauf brachte Nese ihre Figuren am Damenflügel in Stellung und ein zweiter Bauer war nicht mehr zu halten. Emily Alferova übernahm im Mittelspiel die Initiative, doch dann vergaloppierte sich ihr Springer. Jedoch wollte Alina nicht ihren Turm für zwei Figuren hergeben, übersah aber, dass Emily so ihren Springer retten konnte und danach war der schwarze Angriff zu stark. Im Duell zwischen Katharina Gubler und Anna Nguyen hatten beide Spielerinnen ihre Möglichkeiten. Im Turmendspiel hatte Katharina stellenweise zwei Bauern mehr, aber Anna den gefährlicheren Freibauern. Nach dem Turmtausch nannte Katharina zwar immer noch einen Mehrbauern ihr Eigen, doch dieser war rückständig und Annas König rechtzeitig zur Stelle. Lisa Adelhardt nutzte eine Fesselung um in einer langen taktischen Variante einen Bauer von Arusyak Sargsyan zu erobern, den sie im Endspiel sicher verwertete. Ainhoa Karlinger stand dank besserer Bauernstruktur und Königssicherheit sehr gut, doch nach dem Damentausch sammelte Selina Racky Bauer um Bauer ein und gewann die Partie. Lea Röll hatte bereits zwei Mehrbauern auf der Habenseite, aber als beim Übergang ins Turmendspiel auch der Zweite verloren gegangen wäre, einigte sie sich mit Liana Muhina auf Remis. Ein weiteres Unentschieden gab es zwischen Yina Gao und Ricarda Sophie Krause, wobei Letztere am Ende ein sehr aussichtsreiches Turmendspiel mit Mehrbauern auf dem Brett hatte. Zwei Punkteteilungen gab es auch zwischen Svenja Wahl und Melissa Albayrak sowie Katja Frowein und Anna Erdösi. Bei der ersten Paarung war zuerst Svenja am Drücker, später Melissa, ehe ein ausgeglichenes Turmendspiel entstanden war. Katja stand anfangs sehr gut, dann hatte Anna einen Bauern mehr und am Ende war bei beiden eine neue Dame am Brett und Anna gab Dauerschach.

U16 – Runde 5:

Ein wildes Gemetzel lieferten sich Jana Bardorz und Iva Cheredzhiyska: Iva opferte eine Figur für zwei Bauern und Janas König musste nach e2. Als Jana den Angriff abgewehrt und alle Figuren im Spiel hatte, kam es zum schnellen Königsangriff. Nina Kunisch legte die Partie gegen Vitalia Khamenya scharf an, verpasste aber die taktische Entscheidung und plötzlich war Vitalia mit einer Mehr-Qualität auf der Siegerstraße. Liliane Pavlov hatte gegen Berrak Albayrak im Mittelspiel eine aktive Stellung dank des Läuferpaars und stürmte mutig mit den Bauern am Königsflügel nach vorne. Die Stellungsöffnung dort erwies sich jedoch als Boomerang und sie verlor Haus und Hof. Laura Röll und Maria Kühne landeten in einem ausgeglichenen Turmendspiel, in dem Laura ein falscher Königszug zum Verhängnis wurde, wonach die Umwandlung nicht mehr zu stoppen war. Daiana Burger hatte gegen Leonora Weber zwar einen Bauen eingebüßt, aber erst als sie ihren starken Läufer für den gegnerischen Springer tauschte war die Kompensation weg. Als später noch ein zweiter Bauer verloren ging, war das Doppelturmendspiel nicht mehr zu halten. In der Partie zwischen Maria Schilay und Annika Petzold kamen unterschiedliche Rochaden aufs Brett, aber nach dem Damentausch war schon viel Spannung heraußen. Maria hatte aber einen vorgerückten Freibauern, der ihr gute Chancen gab und als Annika die Kontrolle über ein wichtiges Feld aufgab, entschied eine Springergabel die Partie. Christina Dietrich verlor einen wichtigen Zentrumsbauern, als ihr aber Elena Goldstein eine taktische Möglichkeit erlaubte, schlug sie zu. Constanze Maria Paoli gewann im taktisch geprägten Mittelspiel eine Figur von Katarina Vuckovic, aber ihre unsichere Königsstellung machte die Sache schwierig. Als es Katarina gelungen war beide Türme auf die zweite Reihe zu bringen, gab es ein jähes Ende für den weißen Monarchen.

U18 – Runde 5:

Ein Doppelangriff bescherte Stefanie Walter früh eine Mehrfigur gegen Johanna Sperber, während das mit Spannung erwartete Spitzenduell der beiden topgesetzten Verena Gauchel und Ektaterine Alferova nach 14 Zügen friedlich endete. Caroline Ebert fing einen Springer von Vanessa Gremer am Brettrand ein, wohingegen Sabrina Heinze und Anabel Funk den Punkt teilten, wobei Sabrina einen Bauern mehr hatte, allerdings auch einen isolierten Doppelbauern.

U10 – Runde 6:

Eine Partie für die Geschichtsbücher spielten Katahrina Lichtenegger und Cora Hergenröder am Spitzenbrett: 102 Züge, 3 1/2 Stunden Spielzeit – letzteres dürfte Rekord in der U10 sein. Lange hatte Katharina mit einem Mehrbauern Vorteile, doch dann wurden Coras Figuren aktiv und sie hatte einen Bauern mehr auf dem Brett. Der Zweite war allerdings vergiftet und kostete per Springergabel eine Figur. Aber Cora spielte weiter aktiv und ihre starken Freibauern kosteten Kathatina die Mehrfigur. Im Turmendspiel mit Mehrbauer setzte sich letztlich Cora dank des Freibauern durch. Veronika Flierl büßte einen wichtigen Zentrumsbauern ein, später konnte Laura Sophie Bauer mit einer Bauerngabel noch eine Figur gewinnen und danach einen finalen Mattangriff starten. Sofia Klonov gewann früh Bauer und Figur von Svea Jannicke und spielte diesen Vorteil souverän nach Hause, während Laura Huber die unsichere Königsstellung von Simona Semenchenko erfolgreich attackierte. Alexandra Frenkels Stellung war zunächst sehr kritisch, war sie doch nicht rechtzeitig zur Rochade gekommen. Doch als Julia Schwarzfischer einen Abzugsangriff übersehen hatte, gewann Alexandra einen Turm. Indes brachte Ausschalten der Verteidigung durch Schlagen Laura Kristin Krause eine Mehrfigur gegen Marlene Spitzlsperger ein.

U12 – Runde 6:

Siri Prinzen blieb auch gegen Violeta Loos in der Erfolgsspur, dank Springergabel und eines eingefangenen Läufers. Ngoc Chau Nguyen öffnete zu früh das Zentrum, wonach Felizitas Birgit Kallipke eine Figur gewinnen konnte. Sarah Winkler nutzte ihre aktiven Figuren zu einem Abzugsangriff, was Dame für Turm und Figur einbrachte. Als sie aber noch eine Qualität abgab, war Alina Muhina wieder im Spiel. Erst als Sarah mit der Dame auf die Grundreihe kam, war die Stellung nicht mehr zu halten. Sabah Burdett gewann in der Eröffnung einen Bauern, geriet dann aber in Bedrängnis und Tina Ding kam mit einem Turm mehr ins Endspiel. Elisabeth Reich konnte einen Läufer von Clementine Köppel einfangen, während Vanessa Heinze mit einem Doppelangriff einen Turm von Sarah Zeisler erobern konnte. Anna Leykauf war mit einer Merfigur bereits auf einem guten Weg, ehe ein Grundreihenmatt Anna-Maria Neidert als Siegerin hervorgehen ließ. Eine Partie mit beidseitigen Chancen gab es zwischen Natalie Kohlhepp und Aditi Anaparthi, in der letztlich die neue Dame von Natalie die Entscheidung brachte. Bei unterschiedlichen Rochaden war der Angriff von Viola Spitzlsperger zunächst gefährlicher, doch dann kam Milena Reifschneider zum Mattangriff.

U14 – Runde 6:

Am Spitzenbrett stand Nese Pinar Albayrak immer etwas besser und gewann auch einen Bauern. Allerdings blockierte Emily Alferova den Isolani und hatte dank ihrer aktiven Figuren ausreichend Kompensation, so dass der Punkt geteilt wurde. Lisa Adelhardt gewann früh zwei Bauern von Selina Racky, machte es mit einem Qualitätsopfer um einen gedeckten Freibauern zu bekommen aber unnötig kompliziert. In einer Schlagvariante bekam sie noch eien Figur und setzte sich im Endspiel mit ihren beiden Springern in Verbindung mit den starken Bauern gegen den Turm durch. Alina Müller gewann früh einen Zentrumsbauern, stand aber sehr gedrängt und Anna Nguyen schuf ihr einen isolierten Randdoppelbauer. Im Endspiel gewann Anna den Bauern zurück und das folgende Bauernendspiel wäre eigentlich für Alina verloren gewesen, aber dann wendete sich das Blatt. Bei unterschiedlichen Rochaden war Katharina Gubler am Drücker, aber der Damentausch war der erste Schritt in die falsche Richtung und im Endspiel gewann Melissa Reifschneider dank ihres starken Bauernzentrums eine Qualität. Auch bei Yina Gao und Liana Muhina wurde auf verschiedene Seiten rochiert. Zunächst hatte Yina mit einem Mehrbauern und der Kontrolle der offenen d-Linie Vorteile, doch dann konnte Liana eine Figur gewinnen. Im Endspiel gelang es Yina mit ihrem König den Damenflügel abzuräumen und da Liana Zeit verschenkt hatte, war Yina mit der Umwandlung schneller, tauschte die neuen Damen ab und danach war der Springer gegen das Freibauerntrio chancenlos. Ainhoa Karlinger konnte dank ihres agilen Springers eine Figur von Lea Röll erobern und Katja Frowein zerstörte die Rochadestellung von Svenja Wahl,um danach mit Dame und Läufer Matt zu setzen. Arusyak Sargsyan kam mit ihrem König nicht aus der Mitte, was Ricarda Sophie Krause aber nicht konsequent ausnutzte und als im Doppelturmendspiel das Remis vereinbart wurde stand Arusyak aktiver. Derweil gewann Anna Erdösi eine Figur von Melissa Albayrak mittels Ausschalten der Verteidigung durch Ablenken.

U16 – Runde 6:

Maria Kühne legte ihre Partie gegen Jana Bradorz mit unterschiedlichen Rochaden scharf an, wobei Jana zuerst Angriffschancen bekam. Doch dann konnte Maria die Schwerfiguren tauschen und einen Bauern gewinnen. Aber sie verpasste eine bessere Möglichkeit und Jana gelang es in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abzuwickeln. Die längste Partie des Tages war das Duell zwischen Vitalia Khamenya und Berrak Albayrak. Vitalia stand lange Zeit etwas besser, im Leichtfigurenendspiel gaben jedoch die ungleichfarbigen Läufer Berrak gute Remischancen. Als aber Vitalia ihren Läufer für den gegnerischen Springer tauschen konnte, setzte sich Vitalia durch. Nina Kunisch schlug im Mittelspiel einen Bauern von Leonora Weber, der sich im Nachhinein als unbekömmlich erwies, ermöglichte der Schlag doch eine mehrzügige Kombination, die Leonora eine Qualität einbrachte. Maria Schilay verpasste gegen Iva Cheredzhiyska eine gute Variante, danach bekam sie Probleme auf der Diagonalen a2-g8 und verlor entscheidendes Material. Liliane Pavlov gewann zunächst einen Bauern und später eine Figur von Laura Röll, während Daiana Burger nach einem mutigen Läuferopfer auf h3 Elena Goldstein schnell Matt setzen konnte. Im Duell zwischen Christina Dietrich und Constanze Maria Paoli hatten beide ihre Möglichkeiten, aber letztlich wurde Constanze die unsichere Königsstellung zum Verhängnis, nachdem Christinas Dame hinter die Verteidgungsreihen gelangt war. Katarina Vuckovic kam zu einem durchschlagenden Königsangriff gegen Annika Petzold.

U18 – Runde 6:

Zwei Könige in der Mitte gab es auf dem Brett von Sabrina Heinze und Stefanie Walter, was beiden zum Verhängnis hätte werden können. Letztlich jagte Sabrina den gegenerischen König in ein Mattnetz. Bei Anabel Funk und Caroline Ebert kam es trotz unterschiedlicher Rochaden zu einem frühen Remisschluss. Verana Gauchel eroberte per Bauerngabel eine Figur von Vanessa Gremer und Ekaterina Alferova öffnete gegen Vanessa Sperber die h-Linie zum erfolgreichen Mattangriff.

Rahmenprogramm:

23 Teams nahmen am traditionellen Tandemturnier teil. Wie im Vorjahr war Nina Kunisch im Siegerteam mit 7/7, diesmal zusammen mit Liliane Pavlov unter dem Namen „Spielfrei“. Mit zwei Punkten Abstand lief ein Quartett ein, angeführt von „Ich schlag Dir gleich ins Gesicht, man!“ (Maria Schilay / Daiana Burger) vor dem Team mit dem besten Namen „Sebis Fangirls“ (Alma Krastina / Anna Nguyen) die den direkten Vergleich gegen „50 Shades of Bindlach“ (Annika Petzold / Melissa Reifschneider) gewonnen hatten, sowie „Cooler Teamname“ (Elisbeth Reich / Fabian Thiel). Bestes U12-Team wurde „Looser“ (Siri Prinzen / Sarah Winkler) mit vier Punkten auf Rang zehn.

Endstand

Tag 5:

U10 – Runde 7:

Alexandra Frenkel nahm einem Läufer von Laura Sophie Bauer jegliches Rückzugsfeld, musste dafür aber ihre Königsstellung schwächen, was Laura zum schnellen Mattangriff ausnutzte. Im Kampf ums Podest lieferten sich Cora Hergenröder und Svea Jannicke ein spannendes Duell. Svea konnte im Turmendspiel einen Bauern gewinnen und diesen dank ihres aktiven Königs verwerten. Katharina Lichtenegger gewann in einer Schlagkombination Bauer und Qualität von Simona Semenchenko und Sofia Klonov eroberte per Bauerngabel eine Figur von Julia Schwarzfischer. Marlene Spitzlsperger übersah gegen Laura Huber eine Fesselung und büßte so die Dame ein, während Veronika Flierl eine Fesselung nutzte um Laura Kristin Krause entscheidendes Material abzujagen.

U12 – Runde 7:

Siri Prinzen konnte ihre weiße Weste behalten und auch Partie Nummer sieben gewinnen. Allerdings hätte Sarah Winkler just in dem Moment als Siri im Endspiel erstmals größeren Vorteil hatte, die Qualität gewinnen können. So hatte Siri einen Mehrbauern im Turmendspiel, doch Sarahs Freibauernpaar hielt die Stellung im Gleichgewicht. Im weiteren Verlauf wählte Sarah den falschen Plan und nach dem Turmtausch gelang es Siri ihren Freibauern rechtzeitig zu decken. Elisabeth Reich gewann zwei Bauern und konnte dann den König von Felizitas Birgit Kallipke auf die andere Brettseite jagen und Matt setzen. Dem Läufer von Tina Ding gingen die Felder aus, doch sie bekam noch zwei Bauern für ihn. Danach verlor Violeta Loos eine Qualität durch einen Röngtenangriff, aber ihr Läuferpaar war stark. Da beide Könige sehr unsicher standen, wogte die Partie in der Folge hin und her und erst als es Tina gelungen war die Damen zu tauschen, waren ihre verbliebenen drei Bauern mehr wert als Violetas Läufer. Aditi Anaparthi zog ihre Bauern am Damenflügel zu früh zu weit nach vorne, so dass Vanessa Heinze diese erobern konnte und als noch eine Figur hinzugekommen war, spielte Vanessa die Partie sicher nach Hause. In der Partie von Ngoc Chau Nguyen und Alina Muhina kamen unterschiedliche Rochadean aufs Brett, wobei Alinas Springer zuerst die Verteidigungslinien durchbrechen und eine Qualität gewinnen konnte. Letztlich hatte Alina im Damenendspiel eine Figur mehr auf der Habenseite. Sarah Zeisler hatte bereits zwei Mehrbauern, als Milena Reifschneider ihren Läufer einfangen konnte. Später bekam Sarah einen Springer per Doppelangriff und im Schwerfigurenendspiel jagte sie den unsicheren weißen König in ein Mattnetz. Clementine Köppel und Anna Leykauf lieferten sich ein ausgeglichenes Duell bis weit ins Endspiel, ehe Clementine doch noch ein verhängnisvoller Fehler unterlief. Anna-Maria Neidert kam nicht rechtzeitig zur Rochade und bis sie ihren Turm ins Spiel bringen konnte, hatte Natalie Kohlhepp schon entscheidendes Material gewonnen.

U14 – Runde 7:

Die Partien an den beiden Spitzenbrettern endeten jeweils remis. Emily Alferova stand zunächst etwas besser, beim Remisschluss hatte Lisa Adelhardt leichte Vorteile auf ihrer Seite. Alina Müller stand ebenfalls lange Zeit etwas besser, im Endspiel verlor sie dann einen Bauern, was aufgrund der ungleichfarbigen Läufern Nese Pinar Albayrak aber nichts nutzte. Ungleichfarbige Läufer gab es auch im Endspiel von Melissa Reifschneider und Yina Gao, allerdings im Verbund mit jeweils einem Turm. Trotzdem war die Remiswahrscheinlichkeit sehr hoch, bis Melissa ein Hinlenkungsopfer mit folgender Bauerngabel die Qualität einbrachte. Ainhoa Karlinger tauschte ihren Fianchetto-Läufer für einen Springer und musste ob der nun schutzlosen weißen Felder rings um ihren König eine Qualität an Anna Nguyen abgeben. Katharina Gubler konnte eine Qualität von Selina Racky gewinnen und Katja Frowein kam gegen Lea Röll ein Läufer abhanden. Ricarda Sophie Krause gewann mit feiner Taktik eine Figur von Anna Erdösi, büßte diese zwar wieder ein, kam aber mit einem Mehrbauern ins Leichtfigurenendspiel. Dort war ihr aktiver Springer der große Trumpf und sie schuf sich das entscheidende Freibauernpaar. Arusyak Sargsyan hatte schon zwei Mehrbauern, als sie eine Fesselung nutzte um Melissa Albayrak eine Figur abzujagen, während sich Liana Muhina und Svenja Wahl im ausgeglichenen Turmendspiel auf remis einigten.

U16 – Runde 7:

In einer scharfen Partie mit unterschiedlichen Rochaden hatte Iva Cheredzhiyska gegen Vitalia Khamenya beste Chancen, aber wie so oft in diesen dynamischen Stellungen reichte ein Fehler und die eigenen Verteidigungsreihen brachen zusammen. Letztlich überschritt Iva in schlechterer Stellung mit einem Bauern weniger in Zug 39 die Bedenkzeit. Jana Bardorz konnte mit einer Springergabel eine Qualität von Leonora Weber erobern und verwertete diesen Vorteil schnörkellos. Berrak Albayrak erreichte gegen Maria Kühne ein ausgeglichenes Doppelturmendspiel, in dem Maria ihre Majorität am Königsflügel zur Geltung brachte und das Bauernendspiel war dann wegen des entfernten Freibauern eine klara Angelegenheit für Maria. Daiana Burger hatte gegen Liliane Pavlov bei unterschiedlichen Rochaden eine starke Angriffsstellung auf dem Brett. Doch dann büßte sie eine Figur ein, aber auch Liliane fand nicht die beste Fortsetzung, so dass die Mehrfigur wieder weg gewesen wäre. Liliane versuchte mit einem Abzugsangriff den materiellen Vorteil zu halten, doch Daiana fand den Zauberzug, wonach Liliane Haus und Hof verlor. Nina Kunisch gewann zunächst einen wichtigen Zentrumsbauern von Christina Dietrich und in der Folge eine Qualität und auch Annika Petzold brachte ein früher Zentrumsbauerngewinn auf die Siegerstrasse gegen Laura Röll. Maria Schilay verpasste gegen Katarina Vuckovic eine entscheidende Möglichkeit und später war ihre Königsstellung anfällig, was Katarina letztlich ausnutzen konnte. Elena Goldstein beantwortete einen Angriff auf ihre Dame mit einem Angriff auf die Dame von Constanze Maria Paoli, was eine Figur kostete.

U18 – Runde 7:

Ekaterina Alferova kam mit drei Mehrbauern ins Endspiel gegen Stefanie Walter, während Johanna Sperber mit einer Springergabel den Turm von Vanessa Gremer gewinnen konnte. Anabel Funk gelang es nicht aus der Eröffnung heraus ihre Figuren zu koordinieren, was Verena Gauchel zum Turmgewinn ausnutzte, wohingegen Caroline Ebert mit einem Mehrbauer den Punkt mit Sabrina Heinze teilte. Diese beiden Resultate führten dazu, dass Anabel und Sabrina in allen Wertungen gleichauf waren und es erstmals zu einem Blitz-Stichkampf um Rang drei kam. Die erste Partie gewann Sabrina, in der zweiten hatten beide bereits einen ungültigen Zug gemacht, als der Zweite von Sabrina den 1:1 Ausgleich bedeutete. Nun kam es zum ultimativen Finale: Armageddon-Blitz! Das bedeutet Weiß hat 6:5 Minuten, muss aber gewinnen. Das Los bescherte Sabrina die weißen Steine und sie hatte sich eine gute Stellung erspielt, als ein Turmverlust das Duell zu Gunsten Anabels entschied.

Bei der Siegerehrung beglückwünschte Daniel Häckler alle Teilnehmerinnen zu ihren Erfolgen und bedankte sich für die Fairness, damit das Turnier einmal mehr reibungslos über die Bühne gehen konnte. Dafür garantierte natürlich auch das Orga-Team, wofür es großen Applaus gab. Schweren Herzens ehrte Daniel Häckler Hanna Marie Klek, die sich nach vier Jahren als Organisatorin der Mädchenmeisterschaft bald neuen Aufgaben widmen wird.

Im Anschluss führten Hanna Marie Klek und Sebastian Mösl die Siegerehrung durch, beginnend mit den Rahmenturnieren, ehe die fünf Altersklassen folgten. Hier gab es Pokale für die ersten Drei, zudem bekam jede Teilnehmerin eine Urkunde sowie einen Sachpreis.

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