Bayerische MädchenEM 2018

Nach einer spannenden letzten Runde gratuliert das Orga-Team den Bayerischen Meisterinnen 2018:

U10: Sofia Klonov (SK München Südost)

U12: Emily Alferova (SAbt TuS Fürstenfeldbruck)

U14: Jana Bardorz (TSV Rottendorf)

U16: Verena Gauchel (SK Germering)

U18: Verena Kolb (SV Seubelsdorf)

Herzlichen Glückwunsch!

BayEMw2018 (28)

Zum vierten Mal fanden die Bayerischen Mädchenmeisterschaften 2018 auf Burg Wernfels in der Nähe von Spalt statt, an denen diesmal 72 Spielerinnen teilnahmen. Das Organisationsteam – Hanna Marie Klek, Sebastian Mösl, Fabian Thiel, Alma Krastina und Alisa Semenova – sorgte einmal mehr für einen reibungslosen Ablauf und bot auch wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm an. Zudem gab es wieder regelmäßige Updates auf der Facebook-Seite der Schachjugend Mittelfranken und als besonderes Highlight wurden neun Partien live übertragen.

In der U10 setzte sich mit Sofia Klonov (SK München Südost) eine U8-Spielerin durch, die aber bereits das dritte Mal teilnahm. Sie hatte am Ende 5,5 Punkte auf dem Konto und damit einen Zähler mehr als ein Verfolgerquintett. Dank der besseren Buchholz kletterten Violeta Loos (SG Post/Süd Regensburg) und Alina Muhina (SC Garching) als Zweite und Dritte auf das Podest.

U10

BayEMw2018 (32)

Die topgesetzte Emily Alferova (SAbt TuS Fürstenfeldbruck) blieb in der U12 ungeschlagen und sicherte sich mit 5,5 Punkten den Titel. Jeweils mit einem Schlussspurt von 2,5/3 kämpften sich Alina Müller (SC Windischeschenbach) und Siri Prinzen (SC Tarrasch 45 München) noch an der Konkurrenz vorbei und belegten mit 5 Punkten die Ränge zwei und drei.

U12

BayEMw2018 (31)

In der U14 sicherte sich Jana Bardorz (TSV 1869 Rottendorf) ihren ersten Titel, nachdem sie schon zweimal als Vize-Meisterin knapp dran war. Sie blieb ungeschlagen und distanzierte das Feld mit 6 Zählern um einen Punkt. Nina Kunisch (TV-Großostheim 1900) verlor ebenfalls keine Partie, spielte aber gleich viermal Remis, so dass sie nach zuletzt zwei Meisterschaften dieses Jahr Rang zwei belegte. Leonora Weber (Schachklub Rochade Augsburg) nutzte die Gunst der Stunde und sicherte sich mit ebenfalls 5 Zählern den dritten Platz, wobei sie bemerkenswerterweise die schlechteste Buchholz der ersten Zehn aufwies.

U14

BayEMw2018 (33)

Die einzige Meisterin 2018, die schon einmal Titelträgerin war, gab es in der U16 in Person von Verena Gauchel (SK Germering). Vier Jahre nach ihrem letzten Erfolg, gab sie nur zwei Remis ab und sicherte sich mit 6 Punkten Titel Nummer drei. Maria Kühne (FC Ergolding 1932) blieb ebenfalls ungeschlagen, hatte letztlich aber einen halben Zähler weniger auf dem Konto. Dritte wurde Sara-Marie Haune (SC Bavaria Regensburg 1881) mit 4,5 Punkten, die damit einige Podestkandidatinnen hinter sich ließ.

U16

BayEMw2018 (34)

In der U18 sicherte sich Verena Kolb (SV Seubelsdorf) im achten Anlauf erstmals den Meistertitel. Nachdem sie schon zweimal punktgleich mit der Titelträgerin gewesen ist, aber wegen der minimal schlechteren Buchholz je einmal Dritte und Zweite geworden war, nutzte sie diesmal die Fehler der Konkurrenz konsequent aus und bot selbst wenig Angriffsfläche. So gab sie nur zwei Remis ab und bezwang die drei direkten Verfolgerinnen. Rang zwei ging an Sindy Kail (SK 1982 Klingenberg) mit 5,5 Punkten vor Ekaterina Alferova (SAbt TuS Fürstenfeldbruck) mit 4,5, wobei Ekaterina mit einem Erfolg über Verena in der letzten Runde selbst Meisterin geworden wäre – dank der besseren Viertwertung!

U18

BayEMw2018 (35)

Ein großes Dankeschön geht an alle Teilnehmerinnen, Eltern und Betreuer, die dazu beigetragen haben, das Turnier reibungslos über die Bühne zu bringen. Das Orga-Team hatte wieder viel Spaß, wünscht allen Qualifizierten viel Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften und hofft auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Die Berichte zu den Runden 1-7 findet man nachfolgend.

Tag 1:

Um 14:20h begrüßte Daniel Häckler, 1. Vorsitzender des Ausrichters Schachjugend Mittelfranken, alle Teilnehmerinnen, Eltern und Betreuer zum mittlerweile vierten Mal auf Burg Wernfels. Auch der 1.Vorsitzende der Bayerischen Schachjugend Stefan Scholz ließ es sich nicht nehmen der „schönsten Jugendherberge“ einen Besuch abzustatten, wo die Teilnehmerinnen hervorragende Spielbedingungen vorfinden und die Meisterschaft in den bewährten Händen von Mädchenschachreferentin Hanna Marie Klek und ihrem Team – Sebastian Mösl, Fabian Thiel, Alma Krastina und Alisa Semenova – liegt. Nach einigen Hinweisen zur Organisation sowie dem Turnierablauf wurden um 14:32h die Bretter zur ersten Runde freigegeben.

U10 – Runde 1:

Zum Auftakt der U10 eroberte die topgesetzte Elisabeth Reich früh einen Bauern von Laura Sophie Bauer. Bei unterschiedlichen Rochaden verpasste Laura Sophie die eine Chance in Form eines Doppelangriffs die ihr Elisabeth gab, während diese die Möglichkeit zum Doppelangriff sofort ergriff. Sofia Klonov konnte gegen Luisa Manakov ein Läuferopfer auf f7 anbringen und brachte in der Folge den gegnerischen König zur Strecke. In einer Partie mit wechselnden Chancen war Veronika Flierl auf der Suche nach einem Mattnetz und wurde von Svea Jannicke mit einem Grundreihenmatt aus allen Träumen gerissen. Derweil gewann Laura Kristin Krause früh eine Figur von Aditi Anaparthi und bald kam weiteres Material hinzu. Laura Huber spielte eine gute Partie und hatte sich bereits Mehrmaterial erobert, verlor dann aber den Faden und wurde von Alina Muhina noch Matt gesetzt. Anna-Maria Neidert wehrte einen Mattangriff von Maja Cipriani ab und startete einen erfolgreichen Gegenangriff, während Violeta Loos eine Bresche in die Königsstellung von Clementine Köppel schlug und mit einem Abzugsschach Matt setzte.

U12 – Runde 1:

In der U12 setzte sich am Spitzenbrett Favoritin Emily Alferova gegen Katja Frowein durch, nachdem diese sich veropfert hatte. Dagegen wurde an den Brettern zwei und drei der Punkt geteilt. Dabei hatte Alina Müller gegen Alexa Scherf mit einem Mehrturm bis ins Endspiel die Sache eigentlich im Griff. Doch dann kostete ein Röntgenschach den Turm und am Ende wäre eigentlich der vorgerückte Freibauer von Alexa partieentscheidend gewesen, aber man einigte sich friedlich. Wesentlich unspektakulärer ging da die Partie zwischen Helen Stegert und Sarah Winkler über die Bühne, wo Helen einen Mehrbauern ihr Eigen nannte,aber ein Remisgebot akzeptierte. Vanessa Heinze setzte Ida Winterkamp von Beginn an mit scharfem Spiel unter Druck, doch diese konterte, verpasste aber den entscheidenden Schlag und im Endspiel setzte sich nach einigem hin und her Vanessas Freibauer durch. Melissa Albayrak kam gegen Sarah Zeisler früh vom rechten Weg ab, während Siri Prinzen im Mittelspiel gegen Anna Nguyen eine Qualität verlor, diese aber dank einer Fesselung zurückbekam und in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln konnte. Yina Gao übernahm im Mittelspiel das Kommando, griff am Königsflügel an und setzte Jana Henning Matt. Sabah Burdett ließ sich zunächst einen Läufer fangen, blies danach aber zur Attacke und erhielt einen Riesenangriff, verpasste aber den finalen Schlag und so kipppte die Partie nach einem Doppelangriff nochmal zu Gunsten von Anna Leykauf. Ein überraschender Damengewinn brachte Laurena Uhrmann auf die Siegerstrasse, nachdem Liana Muhina zuvor eine taktische Chance ausgelassen hatte.

U14 – Runde 1:

Am Spitzenbrett war Titelverteidigerin Nina Kunisch die ganze Partie über am Drücker, aber Vanessa Wiemann hielt den Laden zusammen und konnte kurz nach der ersten Zeitkontrolle sogar einen Bauern erobern, bot aber remis. Derweil nutzte Jana Bardorz ihre bessere Entwicklung zum Angriff und konnte Arusyak Sargsyan mit einem Damenopfer auf der Grundreihe Matt setzen. Auch Liliane Pavlov konnte mit aktivem Figurenspiel erst einen Bauern und später weiteres Material von Merle Gorka erobern. In der Partie zwischen Lisa Adelhardt und Lea Röll kamen unterschiedliche Rochaden aufs Brett, wobei Lisas Bauern schnell nach vorne preschten und entscheidend Linien öffneten. Katharina Gubler kam gut aus der Eröffnung und hätte eine Fesselung zu ihren Gunsten nutzen können. Danach kam Leonora Weber besser ins Spiel und ein vorgerückter Freibauer entschied die Partie. Nese Albayrak eroberte die Dame von Xenia Schmitt per Bauerngabel und Maria Schilay setzte Alisa Schneider im Damenendspiel Matt. Im Duell zwischen Iva Cheredzhiyska und Svenja Wahl war zunächst Iva am Drücker, doch Svenja hatte Chancen die Partie zu drehen, verlor dann letztlich aber doch eine Figur. Anna Erdösi nutzte einen Doppelangriff zu Materialgewinn gegen Ricarda Sophie Krause.

U16 – Runde 1:

In der U16 konnte sich die obere Setzlistenhälfte unisono durchsetzen. Maria Kühne eroberte gegen Julia Schwarzmann per Springergabel eine Qualität und ein einer weiteren Schlagkombination eine Figur. Derweil nutzte Verena Gauchel ihre bessere Entwicklung und Aktivität zu einem durchschlagenden Angriff gegen den König von Hanna Schmid. Wesentlich schwerer taten sich Annika Petzold gegen Laura Röll sowie Constanze Maria Paoli gegen Caroline Ebert. Dabei verpasste es Annika schon früher in der Partie in Vorteil zu kommen, gewann später aber eine Figur per Bauerngabel. Zwischen Constanze und Caroline wogte es im Mittelspiel hin und her, bis Caroline im Schwerfigurenendspiel mit dem König ins Feuer von Dame und Turm geriet. Daiana Burger büßte gegen Berrak Albayrak zwar einen Bauern ein, hatte wegen der besseren Entwicklung aber Kompensation, übersah dann allerdings bei einem Zwischenzug, dass auch die gegnerische Dame die angegriffene Figur schlagen kann. Mit zwei Mehrbauern kam Sara-Marie Hauner gegen Lena Bader ins Endspiel, wo ein Figurengewinn die endgültige Entscheidung brachte.

U18 – Runde 1:

Auch in der U18 behielt die obere Setzlistenhälfte die Oberhand, meist aber erst nach langem Kampf, wobei auch die Gegenseite meist das bessere Ende für sich hätte haben können. So war es Alina Damrich gelungen einen Läufer der Setzlistenersten Sindy Kail auf a2 zu zwingen und hätte diesen anschließend fesseln und somit kaltstellen können. Im weiteren Verlauf übernahm dann Sindy die Initiative, verschmähte aber einen Qualitätsgewinn, wonach Alina wieder im Spiel war, bis ein Doppelangriff doch Sindy auf die Siegerstrasse brachte. Die längste Partie des Tages spielten Eva Schilay und Ekaterina Alferova. Beide ließen ihren Monarchen in der Mitte und preschten an unterschiedlichen Flügeln mit den Bauern nach vorne. Lange Zeit hatte Ekaterina leichten Vorteil, da sie die bessere Leichtfigur auf dem Brett hatte, doch kurz vor der Zeitkontrolle besetzte Eva die offene b-Linie. Nach einem falschen Verteidigungszug hätte Eva entscheidend mit ihrer Dame auf der Grundreihe eindringen können, aber leider fand die interessante Partie mit einem Blackout in Form eines einzügigen Dameneinstellers seitens Eva ein nicht adäquates Ende. Dilan Hacklinger verpasste die Chance auf einen typischen Zentrumsvorstoß und geriet danach ins Feuer der aktiven gegnerischen Figuren, während Marie Oberhofer zwar die ganze Partie über am Drücker war, aber nur einen Mehrbauern im Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ihr Eigen nennen konnte. Dieses wäre haltbar gewesen, aber Julia Lautenbach unterlief noch ein Fehler, so dass ein Bauer durchschlüpfen konnte. Stefanie Walter stand mit einem Mehrbauern gegen die favorisierte Verena Kolb besser, geriet dann aber aus heiterem Himmel in einen unparierbaren Mattangriff.

Tag 2:

In den Vorjahren wurde an dieser Stelle von Kälte und sogar schneebedeckten Autos berichtet, aber dieses Jahr scheint tatsächlich die Sonne und es ist angenehm warm.
Nachdem gestern kurzfristig nur ein DGT-Brett eingerichtet wurde, sind ab heute wie im Vorjahr 9 (!) DGT-Bretter im Einsatz, die vom SC Alzenau, dem SC Vaterstetten sowie dem SK Neumarkt zur Verfügung gestellt wurden. Auch die Internetübertragung funktioniert diesmal besser als letztes Jahr, so dass man sich zu Hause das Spitzenbrett der U10 sowie die Bretter 1 und 2 der anderen AKs anschauen kann.

U10 – Runde 2:

In der U10 hatte Elisabeth Reich gegen Svea Jannicke schnell einen Mehrturm auf der Habenseite und auch Sofia Klonov spielte früh mit einer Figur mehr gegen Laura Kristin Krause. Violeta Loos nutzte eine Fesselung um die Königsstellung von Alina Muhina zu öffnen und gewann per Abzugsangriff die Dame. Anna-Maria Neidert hatte nach einem taktischen Schlag drei Bauern mehr auf dem Brett als Aditi Anaparthi und brachte diesen Vorteil siegreich nach Hause. Laura Sophie Bauer hatte mit einer Mehrfigur alle Trümpfe in der Hand und sogar schon ein mehrzügiges Matt am Brett, doch dann kippte die Partie zu Gunsten von Veronika Flierl. Luisa Manakov jagte den König von Maja Cipriani über das halbe Brett, machte den Sack aber nicht zu und nach einem Fehler war es Maja die beim Remisschluss mit einer Quali mehr noch Siegchancen hatte. Laura Huber eroberte einen Springer von Clementine Köppel und fand später eine schöne Mattkombination.

U12 – Runde 2:

An Brett 1 tauschten Emily Alferova und Siri Prinzen schnell viel Material und einigten sich nach 22 Zügen friedlich. Indes nutzte Anna Leykauf im Mittelspiel die anfällige schwarze Königsstellung um eine Figur zu gewinnen und Yina Gao eroberte dank einer Fesselung eine Qualität von Sarah Zeisler, was weiteren Materialgewinn zur Folge hatte. Die Partie zwischen Sarah Winkler und Laurena Uhrmann fand ein jähes Ende, als Laurena die Deckungsfigur des Mattfeldes h7 wegzog, während sich Alexa Scherf und Helen Stegert nach wechselhaftem Verlauf trotz ungleichen Materials – Alexa hatte zwei Figuren für einen Turm – auf Remis einigten. Alina Müller hatte nach einem Abzugsangriff zwei Mehrfiguren gegen Jana Henning auf der Habenseite und Melissa Albayrak eroberte einen wichtigen Zentrumsbauern, wonach sie zwei gefährliche Freibauern bilden konnte, die dank aktiver Türme durchmarschierten. Eine geschlossene Stellung in der trotzdem viele Figuren vom Brett kamen gab es zwischen Anna Nguyen und Katja Frowein. Als im Schwerfigurenendspiel dann endlich die Stellung geöffnet wurde, eroberte Katja die entscheidenden Bauern und setzte sich im Turmendspiel durch. Sabah Burdett war gegen Ida Winterkamp lange am Drücker, doch die Vorzeichen änderten sich dank Idas aktiver Türme. Eine übersehene Fesselung brachte die abermalige Wende und nach 79 Zügen stand Sabahs Sieg fest.

U14 – Runde 2:

Am Spitzenbrett in der U14 gab es eine spannende Partie zwischen Maria Schilay und Jana Bardorz zu sehen. Es kamen unterschiedliche Rochaden auf das Brett, trotzdem war es eher eine positionelle Partie, die in ausgeglichener Stellung ein jähes Ende fand, weil Maria in Zug 37 die Bedenkzeit ausgegangen war. Liliane Pavlov und Nese Albayrak lieferten sich ein taktisches Gemetzel im Mittelspiel, aber als sich der Rauch verzogen hatte war ein ausgeglichenes Endspiel mit Dame, Turm und Läufer am Brett. Dort bekam Liliane eine Ablenkung serviert, die eine Qualität einbrachte. Lisa Adelhardt gewann gegen Anna Erdösi einen Bauern, allerdings auf Kosten einer schlechteren Entwicklung und eines Königs auf d8. Anna bekam den Bauern zurück und am Ende wurde der Punkt geteilt. In einer Partie mit beiderseitigen Chancen setzte sich schließlich Iva Cheredzhiyska durch, da Leonora Weber ihren König zu lange in der Mitte gelassen hatte. Nina Kunisch bezwang Merle Gorka nachdem ihr Turm in der Verteidigung überlastet wurde, während Arusyak Sargsyan und Vanessa Wiemann remisierten, wobei hier Letztere lange Zeit am Drücker war. Ein riskanter Bauernraub hätte Lea Röll zum Verhängnis werden können, aber Alisa Schneider büßte wenig später selbst eine Figur ein. Katharina Gubler nutzte eine Fesselung zum Figurengewinn gegen Svenja Wahl, wohingegen in der Partie zwschen Xenia Schmitt und Ricarda Sophie Krause die Chancen hin und her wogten bis Ricarda Sophie eine Mehrfigur und drei Bauern übriggeblieben waren.

U16 – Runde 2:

Zwischen Maria Kühne und Constanze Maria Paoli kamen unterschiedliche Rochaden aufs Brett, wobei Maria mit ihren Bauern schneller war, die h-Linie öffnete und den Monarchen zur Strecke brachte. In der längsten Partie der Runde setzte sich Verena Gauchel gegen Berrak Albayrak durch, nachdem sie im Endspiel zwei Bauern erobern konnte. Annika Petzold und Sara-Marie Hauner hatten abwechselnd ihre Chancen bis Sara-Marie zum entscheidenden taktischen Schlag ausholte. Caroline Ebert wollte mit einem Springerabzug eine Fesselung abschütteln, übersah dabei aber, dass Julia Schwarzmann den Springer trotz Deckung mit der Dame schlagen konnte, da sie diese ja mit Mehrfigur zurück bekam. Daiana Burger hatte sich mit einem Springer zu weit nach vorne gewagt, aber beim Versuch diesen einzufangen übersah Hanna Schmid einen potentiellen Abzugsangriff, der die Dame gekostet hätte. Kurz darauf konnte sie mit Dame und Turm einen Königsangriff lancieren, so dass Daiana die Dame geben musste. Lena Bader hatte zwei Figuren für einen Turm, verrechnete sich dann aber bei einer Kombination und Laura Röll wendete das Blatt.

U18 – Runde 2:

Am Spitzenbrett wurde von Anfang an mit offenem Visier gekämpft, wobei Marie Oberhofer zunächst etwas besser stand, dann aber vom rechten Weg abkam, Sindy Kail mehrere Tempozüge erlaubte bis schließlich ein taktischer Schlag die Partie entschied. Dagegen verliefen die Duelle zwischen Ekaterina Alferova und Michela Manco sowie Alina Damrich und Verena Kolb eher unspektakulär und der Punkt wurde jeweils geteilt. Eva Schilay opferte in der Eröffnung einen Bauern um den König von Stefanie Walter in der Mitte zu halten, gewann eine Figur und setzte alsbald Matt. Dilan Hacklinger geriet gegen Julia Lautenbach in der Eröffnung unter argen Beschuss, kam aber mit einem Minusbauern davon. Als sie fertig entwickelt war, bekam sie den Bauern zurück und gewann im Bauernendspiel.

U10 – Runde 3:

In der U10 musste die Setzlistenerste Elisabeth Reich ihre erste Niederlage quittieren, nachdem sie gegen Violeta Loos die Dame per Fesselung eingbeüßt hatte. Auch die Zweite der Setzliste Sofia Klonov musste Federn lassen. Dabei hatte sie zunächst alle Trümpfe in der Hand, als aber ihre Königsstellung unsicher wurde, war Anna-Maria Neidert wieder im Spiel. Nach einigem hin und her hatte Sofia im Endspiel einen Turm mehr, setzte dann aber patt. Laura Huber eroberte mit einem klassischen Fesselungsmotiv eine Figur und kurz darauf bekam sie auch noch die Dame von Veronika Flier. Alina Muhina hatte richtig erkannt, dass Svea Jannicke ihren vorgerückten Freibauern nicht schlagen darf, da danach ein Röntgenschach die Dame kostet. Allerdings wäre gegen den Freibauern auch so kein Kraut mehr gewachsen gewesen. Laura Kristin Krause kam gegen Maja Cipriani per Springergabel entscheidend in Vorteil, während Laura Sophie Bauer in Schwierigkeiten geriet, da sie ihren König in der Mitte ließ. Danach griff sie mit dem Mute der Verzweiflung am Königsflügel an und nachdem Luisa Manakov alle Klippen umschifft hatte und selbst zum Mattangriff hätte übergehen können, gab es doch noch die Chance zum einzügigen Matt. Aditi Anaparthi stand gegen Clementine Köppel zunächst angesichts des offenen Königs bedenklich, erspähte dann aber die Chance zur Springergabel und wurde mit einem Damengewinn belohnt.

U12 – Runde 3:

Am Spitzenbrett ging Yina Gao mit einem Mehrbauern ins Turmendspiel. Dort schlug sie dann einen vergifteten Bauern, so dass Anna Leykauf zum klassischen Grundreihenmatt kam. Emily Alferova bließ am Königsflügel zum Bauernsturm und fing einen Läufer von Alina Müller ein. In der Partie zwischen Siri Prinzen und Sarah Winkler ging sogar bei beiden Spielern einem Läufer jeweils die Felder aus, später entschied eine Springergabel die nur aufgrund einer Fesselung möglich war die Sache zu Gunsten von Siri. Für Vanessa Heinze wäre gegen Helen Stegert mit einem Minusbauern noch alles drin gewesen, bis sie die Deckungsfigur von ihrem Springer wegzog. Im Duell zwische Sabah Burdett und Sarah Zeisler hatte zunächst Sabah Vorteile, dann eroberte Sarah per Springergabel eine Qualität und das Blatt wendete sich. Im Endspiel war jeoch die Qualität gegen die starken Freibauern von Sabah letztlich zu wenig. Katja Frowein zerrte zwar im Mittelspiel den König von Melissa Albayrak ins Freie, setzte aber nicht energisch gnug nach und gerade als die Partie zu kippen drohte einigte man sich auf Remis. Laurena Uhrmann hatte gegen Alexa Scherf im Turm- und Läuferendspiel einen Minusbauern, als ihr der Turm abhanden kam, während Jana Henning mit einem Abzugsangriff entscheidendes Material von Ida Winterkamp erobern konnte. Derweil kämpften Anna Nguyen und Liana Muhina lange im Doppelturmendspiel mit dem besseren Ende für Liana, die letztlich drei Mehrbauern ihr Eigen nennen konnte.

U14 – Runde 3:

Das Favoritenduell zwischen Jana Bardorz und Liliane Pavlov fand um Zug 30 herum ein jähes Ende als Jana ein Mattnetz auf den geschwächten weißen Feldern spinnen konnte. Iva Cheredzhiyska hatte im Endspiel die bessere Bauernstruktur, übersah dann aber einen taktischen Schlag von Anna Erdösi, der eine Figur kostete. Derweil hatte Nina Kunisch gegen Lisa Adelhardt beste Chancen, tauschte dann aber ihren Fiancetto-Läufer und ihr König kam nicht mehr aus der Mitte, so dass Lisa Angriffschancen bekam. Der Vorteil von Nina verflachte und im Turmendspiel mit ungleichfarbigen Läufern wurde der Punkt geteilt. Leonora Weber gelang es den Läufer von Vanessa Wiemann einzusperren, so dass sie de facto mit einer Mehrfigur spielte. Dies nutzte sie zum Gewinn zweier Bauern und im Endspiel lief einer durch. Lea Röll büßte gegen Nese Albayrak eine Figur ein, während Katharina Gubler und Maria Schilay den Punkt teilten. Dabei hätten beide jeweils einmal in Vorteil kommen können, am Ende war ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern auf dem Brett. Arusyak Sargsyan öffnete die Königsstellung von Ricarda Sophie Krause, verpasste aber den entscheidenden Schlag. So bekam Ricarda Sophie sogar selbst eine Gewinnchance, danach war Arusyak wieder am Drücker, lief dann aber doch noch in ein Dauerschach. Merle Gorka eroberte einen Bauern, schuf sich einen Freibauern im Zentrum und Svenja Wahl musste einen Turm für die neue Dame geben. Indes eroberte Alisa Schneider zwei Figuren von Xenia Schmitt und setzte alsbald Matt.

U16 – Runde 3:

Im Spitzenduell neutralisierte Maria Kühne schnell die Initiative von Verena Gauchel und man einigte sich auf Remis. Derweil gewann Berrak Albayrak eine Figur für zwei Bauern gegen Sara-Marie Hauner, was zwar noch einiges an Arbeit bedeutete um den Vorteil zu verwerten, was ihr aber letztlich im Endspiel gelang. Annika Petzold hätte mit einem möglichen Qualigewinn gute Chancen gegen Julia Schwarzmann gehabt, doch ihr entglitt die Partie und nun hätte Julia den Sack zu machen können, gab aber Dauerschach. Indes setzte sich Constanze Maria Paoli gegen Hanna Schmid durch, nachdem sie entscheidend auf der h-Linie angreifen konnte. Eine Punkteteilung gab es zwischen Laura Röll und Caroline Ebert, wobei Caroline einen Mehrbauern hatte, Laura aber die aktiveren Figuren. Daiana Burger kam früh zu einem Schlag auf f7, gab dann aber zwei Figuren für einen Turm. Daher kam Lena Bader zu einem gefährlichen Königsangriff, büßte dann aber zwei Figuren ein und Daiana setzte den entscheidenden Schlag.

U18 – Runde 3:

Am Spitzenbrett konnte sich niemand einen nennenswerten Vorteil erspielen, so dass Sindy Kail und Ekaterina Alferova remisierten. Dagegen war Michela Manco gegen Verena Kolb am Drücker, aber nachdem der Vorteil verflacht war wurde auch hier der Punkt geteilt. Derweil gab es zwischen Eva Schilay und Marie Oberhofer eine scharfe Stellung, in der Marie ein typisches Quali-Opfer anbrachte, aber Eva im Angriff war, in Zeitnot jedoch nicht den entscheidenden Schlag setzen konnte und danach ausgekontert wurde. Alina Damrich griff bei heterogenen Rochaden nicht konsequent genug an und nach dem Damentausch eroberte Dilan Hacklinger einen Bauern, den sie im Turmendspiel verwertete. In der Partie zwischen Julia Lautenbach und Stefanie Walter, wurde Stefanies Dame übers Brett gejagt bis dabei eine Figur verloren ging.

Rahmenprogramm:

In den vergangenen drei Jahren gab es immer ein Blitz-Turnier mit in einer besonderen Schachvariante: Würfelblitz, Räubersschach und King of the hill. Diesmal gab es ein Überraschungs-Blitzturnier, bei dem alle 60 Sekunden eine neue Überraschung auf die Teilnehmer wartete. Da wurden auf einmal ganze Reihen geräumt, geschlagene Figuren wieder zum Leben erweckt, man musste auf einem Bein spielen oder sich im Kreis drehen und als Highlight ging es am Nachbarbrett weiter, was so manches Ergebnis nachhaltig beeinflusste… Nach sechs Runden hatte Nina Kunisch mit 5,5 Zählern die Nase vorne dicht gefolgt von Nese Albayrak sowie Lisa Adelhardt mit jeweils 5 Punkten. Die beste U12-Spielerin war Alina Müller mit 4 Zählern auf Rang acht, Laura Huber die Beste in der U10.

Endstand

Tag 3:

Nach vier von sieben Runden haben wir noch eine Spielerin mit weißer Weste: Violeta Loos in der U10. Dahinter lauert Sofia Klonov mit 3,5 Zählern vor Alina Muhina sowie Laura Kristin Krause mit jeweils 3. In der U12 führt die topgesetzte Emily Alferova mit 3,5 Punkten das Feld an, einen halben Zähler dahinter befindet sich ein Trio mit jeweils 3 Punkten: Anna Leykauf, Alexa Scherf und Yina Gao. Auch in der U14 haben wir eine Spitzenreiterin mit 3,5 Punkten in Person von Jana Bardorz. Anna Erdösi und Lisa Adelhardt sind ihr mit 3 Zählern auf den Fersen, dahinter rangiert ein Quintett mit jeweils 3 Punkten. Verena Gauchel führt die Tabelle in der U16 an und zwar – wer errät es? – mit 3,5 Zählern und einem halben Punkt Vorsprung auf Maria Kühne. Es folgt das Trio Berrak Albayrak, Sara-Marie Hauner und Julia Schwarzmann mit je 2,5. In der U18 liegen drei Spielerinnen mit 3 Punkten in Front: Ekaterina Alferova, Marie Oberhofer und Verena Kolb.

U10 – Runde 4:

Spitzenreiterin Violeta Loos brauchte in dieser Runde das erste Mal Glück um ihre weiße Weste zu behalten. Schon in der Eröffnung hätte Anna-Maria Neidert eine Figur gewinnen können, später gewann sie dank einer Fesselung tatsächlich einen Läufer, übersah dann aber, dass Violeta ihren Bauern entfesselte und ihr Turm geschlagen werden konnte. In der Partie zwischen Elisabeth Reich gegen Sofia Klonov hieß das Thema lange Mehrbauer gegen bessere Bauernstruktur und Aktivität. Im Endspiel gab Sofia ihre Leichtfigur ab und setzte alles auf ihre Bauern am Damenflügel. Allerdings hatte Elisabeth ebenfalls einen Freibauern am Königsflügel, opferte dann aber zu früh ihren Turm für den b-Bauern, Sofia tat es ihr am anderen Flügel gleich und nun war Sofias a-Bauer nicht mehr zu stoppen. Laura Huber war am Anfang am Drücker, doch dann kam Laura Kristin Krause zu einem durchschlagenden Mattangriff. Ein Abzugsangriff mit Qualitätsgewinn brachte Alina Muhina gegen Laura Sophie Bauer auf die Siegerstrasse. Gleich zwei offene Könige am selben Flügel gab es bei Veronika Flierl und Aditi Anaparthi zu sehen, wobei Aditi zum entscheidenden Schlag kam. Luisa Manakov büßte gegen Svea Jannicke einen Turm ein, während Clementine Köppel den Punkt mit Maja Cipriani teilte, wobei sie angesichts des offenen gegenerischen Königs und ihrer aktiven Figuren gute Gewinnchancen gehabt hätte.

U12 – Runde 4:

Die bis dato verlustpunktfreie Anna Leykauf verschmähte einen Bauerngewinn, woraufhin Emily Alferova ihren Läufer einfing. Im Eiltempo schritten Alexa Scherf und Siri Prinzen durch die Eröffnung, wobei Siri einen Bauern schlug, den man nicht nehmen darf und alsbald mit zu wenig Material aufgeben musste. Yina Gao eorberte zwei Bauern von Helen Stegert, wickelte aber ins Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern ab. Dort setzte sie sich aber dennoch durch, weil Helen sich den Deckungsbauern ihres Läufers ablenken ließ. Alina Müller hatte zunächst einen Bauern verloren, bekam diesen dann aber inklusive Quali zurück. Danach neutralisierte sie die Angriffsbemühungen von Sabah Burdett und setzte sich im Endspiel durch. Sarah Winkler machte gegen Katja Frowein von Anfang an Druck, verpasste zwar zwei, drei günstigere Varianten, wickelte dann aber in ein gewonnenes Bauernendspiel ab. Nach turbulentem Eröffnungsverlauf landeten Melissa Albayrak und Vanesssa Heinze in einem Endspiel mit Turm und Leichtfigur. Dort gewann Vanessa zwar die Figur, aber inzwischen hatte Melissa drei Bauern dafür eingesammelt, die sich am Ende durchsetzten. Ein Doppelangriff brachte Laurena Uhrmann eine Mehrfigur gegen Sarah Zeisler ein und Jana Henning nutzte den zu forschen Bauernangriff bei unrochiertem König seitens Anna Nguyen zu entscheidendem Materialgewinn. Ida Winterkamp nannte das Läuferpaar und einen Mehrbauern ihr Eigen, hatte aber viele Bauernschwächen. Später folgte in ausgeglichener Stellung klassisch ein Überseher unmittelbar dem anderen und Liana Muhina hatte unverhofft zwei Mehrfiguren auf dem Brett.

U14 – Runde 4:

Gleich drei Punkteteilungen gab es an den vorderen Brettern der U14. Dabei hatte Jana Bardorz zwar zwei Mehrbauern, geriet aber wegen der nicht abgeschlossenen Entwicklung unter Druck. Auf Kosten eines Bauers konnte sie sich befreien, aber im Doppelturmendspiel war der Mehrbauer nichts wert. Bei Nina Kunisch und Nese Albayrak blieb das Materialverhältnis gleich, während Liliane Pavlov gegen Iva Cheredzhiyska eine Fesselungskombination verpasste. Indes eroberte Lisa Adelhardt den Isolani von Leonora Weber und setzte sich im Springerendspiel durch. Maria Schilay kam gut ins Mittelspiel, doch nachdem sie den Vorteil nicht konservieren konnte entglitt ihr die Partie nach einem feinen taktischen Schlag von Ricarda Sophie Krause. Aber ein Zwischenschach mit folgendem Abzugsangriff auf die Dame rettete die Partie für Maria. Zwei weitere Remispartien gab es zwischen Vanessa Wiemann und Katharina Gubler sowie Arusyak Sargsyan und Alisa Schneider. Dabei war Katharina am Drücker, konnter aber kein Material erobern, während Arusyak einen möglichen Figurengewinn per Zwichenschach verpasste. Merle Gorka konnte nach einem taktischen Handgemenge zwei Bauern von Lea Röll erobern, die später zu weiterem Materialgewinn führten, während Svenja Wahl per Springergabel eine Qualität von Xenia Schmitt eroberte.

U16 – Runde 4:

Maria Kühne hatte gegen Sara-Marie Hauner trotz Bauernverlusts ihre Chancen, aber am Ende war ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern am Brett. Constanze Maria Paoli war gegen Verena Gauchel die ganze Partie über unter Druck, doch just als sich die Waage in ihre Richtung zu neigen begann, kostete ein Aussetzer eine Figur. Derweil teilten Berrak Albayrak und Annika Petzold den Punkt, obwohl Berrak eine super Angriffsstellung hatte. Julia Schwarzmann spielte eine seltsame Neuerung die sie in arge Schwierigkeiten brachte, aber Laura Röll kam vom rechten Weg ab und danach brachen alle Dämme. Daiana Burger kam mit zwei Mehrbauern aus der Eröffnung, die sie souverän verwertete, wähend Hanna Schmid zwei Bauen gewann und danach Lena Bader mit zwei Türmen auf der siebten Reihe Matt setzen konnte.

U18 – Runde 4:

Sindy Kail stand minimal besser als sie ihren Fiancetto-Läufer tauschte und danach ins Matt lief. Indes hatte Ekaterina Alferova gegen Dilan Hacklinger eine ausgezeichnete Angriffsstellung, wickelte aber zu früh ins Leichtfiguren-Endspiel mit Mehrbauer ab, wo die Sache nicht mehr so klar war, bis Ekaterina nach dem Tausch der letzten Figur ihren Mehrbauern doch verwerten konnte. Im Duell zwischen Marie Oberhofer und Michela Manco griff Marie am Königsflügel an, setzte aber nicht energisch genug fort. Allerdings versäumte es Michela danach den Flügel endgültig abzuriegeln und Marie kam doch noch zur erfolgreichen Königsjagd. Eva Schilay nahm ein inkorrektes Figurenopfer von Julia Lautenbach nicht an und kam so erst recht in Teufelsküche. Im Endspiel mit Quali und zwei Mehrbauern opferte Julia unnötigerweise ihren Turm für eine Version drei Bauern gegen einen Springer. Als ihr jedoch der entfernte Freibauer per Springergabel abhanden kam, war die Punkteteilung besiegelt. Stefanie Walter kam gut aus der Eröffnung, übersah dann aber einen Röntgenangriff, der Alia Damrich die Qualität einbrachte.

Rahmenprogramm:

Am freien Nachmittag gab es erneut eine Hausrally, wobei die Teilnehmerinnnen knifflige Fragen rund um die Burg und das Betreuerteam beantworten und danach die Zettel mit der jeweiligen Lösungszahl suchen mussten, wo die Buchstaben für das Lösungswort zu finden waren. Derweil machte das Betreuerteam den Basktetballkorb unsicher…

Tag 4:

Vor der letzten Runde hat Sofia Klonov mit 5,5 Punkten beste Chancen in der U10, Violeta Loos liegt bereits einen Punkt zurück. Dahinter lauern Alina Muhina mit 4,0 und ein Quartett mit 3,5 Zählern. Wesentlich spannender geht es in der U12 zu. Dort führt Emily Alferova mit 5 Punkten vor Yina Gao mit 4,5 sowie Sarah Winkler, Anna Leykauf, Siri Prinzen und Alina Müller mit 4. Die ersten Sechs spielen morgen auch gegeneinander. Einen Punkt Vorsprung hat Jana Bardorz in der U14 mit 5,5 Punkten vor Nina Kunisch. Leonora Weber liegt mit 4 Zählern dahinter gefolgt von einem Quartett mit je 3,5. In der U16 liegt Verena Gauchel mit 5 Punkten in Front vor Maria Kühne mit 4,5, Julia Schwarzmann mit 4 sowie Sara-Marie Hauner und Annika Petzold mit 3,5. Drei Kandidatinnen für den Titel gibt es in der U18: Verena Kolb (5), Sindy Kail und Ekaterina Alferova (je 4,5). Marie Oberhofer liegt bereits einen Zähler hinter den Podesträngen.

U10 – Runde 5:

In Runde fünf erwischte es nun auch die letzte Spielerin mit weißer Weste. Violeta Loos hatte im Leichtfigurenendspiel ein Problem in Form eines entfernten Freibauers von Sofia Klonov und als ein Zentralbauer verloren ging, war die Sache entschieden. Alina Muhina gewann mit einer Springergabel einen Turm von Laura Kristin Krause, während sich Anna-Maria Neidert gegen Svea Jannicke bereits im Mattangriff befand, bis es zur dramatischen Wende kam. Elisabeth Reich schlug eine Bresche in die Königsstellung von Aditi Anaparthi und setzte auf der Diagonale a8-h1 Matt. Auch Laura Sophie Bauer öffnete im „Laura-Duell“ gegen Laura Huber mit einem klassischen Motiv die Rochadestellung und setzte zum erfolgreichen Mattangriff an. Dasselbe Bild bei Maja Cipriani und Veronika Flierl, nur hier beorderte Maja ihren Monarchen in die sichere Mitte zurück und nutzte die halboffene g-Linie selbst zum Königsangriff. Luisa Manakov hätte schon eine Dame mehr haben können, musste aber ins ausgeglichene Turmendspiel, wo Clementine Köppel unnötigerweise ihren Turm für den vorgerückten Freibauern opferte.

U12 – Runde 5:

Am Spitzenbrett wechselten sich Yina Gao und Emily Alferova mit je einem Baurnverlust ab, ansonsten passierte nicht viel und der Punkt wurde geteilt. Anna Leykauf riegelte Zentrum und Damenflügel ab, um am Königsflügel zu attackieren. Alexa Scherf verteidigte sich aber umsichtig bis sie eine einzügige Mattdrohung übersah. Derweil hatte Sarah Winkler zunächst einen Bauern mehr, den Alina Müller aber später per Springergabel zurückbekam. Im ausgeglichenen Endspiel mit je Turm und Springer und später nur mit Springern passierte nichts mehr. Eine weiteres Remis gab es zwischen Siri Prinzen und Melissa Albayrak, wobei Siri einen Mehrbauern hatte, aber in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abwickelte. Laurena Uhrmann wurde ein Angriffszug mit ihrem e-Bauern zum Verhängnis, da Jana Henning den angegriffenen Springer mit tempo wegziehen und danach eine Figur schlagen konnte. Sabah Burdett eroberte in einer Schlagkombination eine Qualität von Liana Muhina und hatte später dank eines Freibauers auf b2 alle Trümpfe in der Hand. Liana setzte mit Damenschächern dem gegnerischen König zu und tatsächlich ging dieser auf das falsche Feld und die Dame wurde per Röntgenschach erobert. Allerdings konnte Sabah mit einem Qualirückopfer ihren b-Bauern umgehend umwandeln, ließ dann aber den Damentausch zu und Liana nutzte ihre Bauern-Majorität. Katja Frowein gelangte mit Dame und Springer entscheidend auf die siebte Reihe und zerstörte die Verteidigung des Königs, allerdings hätte sich Helen Stegert noch ins Dauerschach retten können. Ein Abzugsangriff brachte Sarah Zeisler eine Qualität ein und einen Zug später beendete ein Matt jäh die Partie, da Vanessa Heinze übersah, dass der Turm vorher das Mattfeld auf f2 gedeckt hatte. Anna Nguyen nutzte gegen Ida Winterkamp ihre Aktivität am Damenflügel um einen Freibauern auf die zweite Reihe zu bekommen, den sie inklusive Damenopfer zur Umwandlung brachte.

U14 – Runde 5:

Auf Brett 1 verpasste Lisa Adelhardt einen taktischen Schlag auf h2, danach übernahm Jana Bardorz das Kommando, gewann einen Bauern und setzte im Anschluss ihren Freibauern in Szene. Liliane Pavlov opferte ihren Läufer auf h7, was objektiv nicht der beste Zug war, aber Anna Erdösi fand nicht die beste Verteidigung und der Angriff kam ins Rollen. Nina Kunisch musste lange kämpfen ehe sie doch zwei Bauern von Iva Cheredzhiyska erobern und diese im Turmendspiel verwerten konnte. Maria Schilay rochierte einen Zug zu spät, so dass Nese Albayrak eine Figur gewinnen konnte, sonst wäre Maria besser gestanden. Leonora Weber eroberte in einer langen Schlagvariante einen Bauern und im Doppelturmenspiel kam ein Zweiter hinzu. Arusyak Sargsyan knöpfte Katahrina Gubler einen Turm ab, lief aber im Endspiel in einen taktischen Schlag und büßte eine Figur ein, so dass mit Quali gegen zwei Bauern remisiert wurde. Derweil gewann Vanessa Wiemann gegen Ricarda Sophie Krause erst einen Bauern und später eine Quali per Abzugsangriff. Alisa Schneider griff den offenen König von Svenja Wahl an, hätte dabei aber die Dame einbüßen können und setzte danach Matt, während Lea Röll zwei Bauern von Xenia Schmitt gewann.

U16 – Runde 5:

Verena Gauchel gewann früh einen Bauern von Sara-Marie Hauner und später sorgte eine Springergabel für die endgültige Entscheidung. Berrak Albayrak zog den Deckungsbauern ihres Springers, wonach Maria Kühne einen Abzugsangriff mit Ausschalten der Verteidigung kombinieren konnte. In der Partie zwischen Julia Schwarzmann und Hanna Schmid hatte Julia einen Mehrbauern im Endspiel, als Hanna eine Figur einbüßte. Annika Petzold eroberte zwei Bauern und setzte dann zum erfolgreichen Angriff auf den König von Constanze Maria Paoli an. Zwei Remispartien gab es an den hinteren Brettern. Dabei hatte Daiana Burger gegen Laura Röll einen Mehrbauern, ließ aber einen Figurentausch zu, der ihr einen Doppelbauern schuf. Dagegen hatte Lena Bader gegen Caroline Ebert beim Remissschluss eine starke Angriffsstellung.

U18 – Runde 5:

Im Spitzenduell der U18 stand Marie Oberhofer lange Zeit besser, bis sie ein Figurenopfer für drei Bauern anbrachte. Danach war Ekaterina Alferova am Drücker, gewann auch einen Bauern zurück und nahm ein Remisgebot an. Dilan Hacklinger verpasste es gegen Verena Kolb mittels einer Fesselung in Vorteil zu kommen. Nach dem Damentausch gewann Verena einen Bauern, den sie nach langem Kampf im Turmendspiel verwertete. Derweil hatte Eva Schilay gegen Sindy Kail zwar eine Qualität eingebüßt, bekam dafür aber einen riesen Angriff. Kurz vor der ersten Zeitkontrolle fand sie nicht den richtigen Plan, der Vorteil verflachte und letztlich kostete ein Blackout die Partie. Michela Manco gewann in der Eröffnung einen Bauern von Stefanie Walter und beim Übergang ins Endspiel kamen weitere Bauern hinzu. Auch Alina Damrich eroberte gegen Julia Lautenbach früh einen Bauern und später kam noch eine Figur hinzu.

U10 – Runde 6:

Sofia Klonov gewann zuerst zwei Bauern und danach eine Figur von Alina Muhina, wohingegen Svea Jannicke und Violeta Loos den Punkt teilten obwohl Svea im Bauernendspiel mit zwei Mehrbauern alle Trümpfe in der Hand hatte. Auch an Brett 3 gab es ein Remis, wobei Elisabeth Reich eine Figur mehr hatte, Laura Kristin Krause sich aber ins Dauerschach rettete. Anna-Maria Neidert kam gegen Laura Huber zu einem durchschlagenden Königsangriff, während Maja Cipriani mit einem klassischen Abzugsschach auf der e-Linie die Dame von Laura Sophie Bauer eroberte. Aditi Anaparthi büßte früh eine Figur gegen Luisa Mankov ein und Clementine Köppel kam mit Quali und Bauer mehr aus der Eröffnung, jedoch konnte Veronika Flierl die Quali zurückgewinnen, aber im Leichtfigurenendspiel hatte Clementine wieder die besseren Karten.

U12 – Runde 6:

Am Spitzenbrett der U12 gewann Emily Alferova per Doppelangriff eine Qualität von Liana Muhina und entschied die Partie im Endspiel. Sarah Winkler eroberte zwei Bauern von Anna Leykauf, die sie im Turmendspiel aber wieder verlor, so dass beide ein verbundenes Freibauerpärchen hatten. Nach einem falschen Königszug von Anna konnte Sarah ihre Bauern entscheidend in Szene setzen. Derweil versuchte Alexa Scherf ein objektiv nicht korrektes Figurenopfer um den König von Yina Gao in der Mitte zu halten. In der Folge setzte Alexa ihre Gegnerin unter Druck, verpasste aber die Chance die Partie endgültig auszugleichen und nach dem Damentausch wog die Mehrfigur zu schwer. Alina Müller besetzte mit ihrem Turm die zweite Reihe und nutzte ihre aktiveren Figuren zum Gewinn von insgesamt vier Bauern. Siri Prinzen hatte einen Mehrbauern, allerdings gegen das agile Läuferpaar von Jana Henning. Später verlor Siri den Bauern wieder, im Endspiel brachte aber ihr vorgerückter Zentrumsfreibauer die Entscheidung. Unterschiedliche Rochaden kamen bei Sabah Burdett und Katja Frowein aufs Brett, wobei Katja zuerst im Angriff war und mit einem Turm mehr ins Endspiel ging. Helen Stegert hatte mit einem Mehrbauern Vorteil, den Laurena Uhrmann später aber wieder ausgleichen konnte. Im Turmendspiel brachte ein folgenschwerer Turmzug Helen Stegert umgehend auf die Siegerstrasse. Ida Winterkamp nutzte einen Abzug um einen Läufer von Sarah Zeisler zu fesseln und danach zu erobern. Anna Nguyen gewann einen Bauern und brachte ihren vorgerückten Freibauern zur Umwandlung, allerdings hätte Vanessa Heinze mit einer Springergabel der Partie eine Wendung geben können.

U14 – Runde 6:

Spitzenreiterin Jana Bardorz gewann einen Bauern und trieb später den König von Nese Albayrak ins Freie, wo sie ihn zur Strecke brachte. Nina Kunisch nutzte eine Fesselung um zwei Bauern zu erobern, machte im Bauernendspiel das Remisfenster für Liliane Pavlov aber nochmal auf, bis diese einen Durchbruch übersah, wonach ihr Monarch nicht mehr im Quadrat war. Nach langem ausgeglichenen Kampf kam Anna Erdösi im Turmendspiel vom rechten Weg ab und Leonora Weber konnte sich ein Freibauernduo bilden, das zum Sieg führte. Zwei Remispartien gab es zwischen Lisa Adelhardt und Iva Cheredzhiyska sowie Maria Schilay und Vanessa Wiemann. Dabei hätte Lisa beim Remisschluss einen Bauern gewinnen können, während Vanessa die Füße still hielt, so dass für Maria kein Durchkommen in Sicht war. Bei Katharina Gubler sorgte wohl ein tragischer Fingerfehler für den Verlust der Dame, was sich Alisa Schneider nicht mehr nehmen ließ. Ein unsperktakuläres Remis gab es zwischen Arusyak Sargsyan und Lea Röll, während Merle Gorka gegen Xenia Schmitt mit einer Quali und zwei Mehrbauern aus der Eröffnung kam. Svenja Wahl gewann gegen Ricarda Sophie Krause eine Figur für zwei Bauern und obwohl die Sache lange nicht so klar war, setzte sich die Figur schließlich durch.

U16 – Runde 6:

Julia Schwarzmann opferte in ausgeglichener Stellung fragwürdigerweise eine Figur für zwei Bauern, wonach Verena Gauchel beste Chancen hatte. Mit der Aufgabe des Läuferpaars machte sie es sich unnötig schwer und da sie am Ende nur noch einen Randbauern übrig hatte, war das Gewinnpotential trotz einer Figur mehr auf dem Brett erschöpft. Eine Punkteteilung gab es zwischen Maria Kühne und Annika Petzold, obwohl Annika einen Mehrbauern und die bessere Bauernstruktur hatte, während Daiana Burger gegen Sara-Marie Hauner früh eine Fesselung zum Verhängnis wurde. Laura Röll gewann per Doppelangriff eine Figur von Berrak Albayrak, akzeptierte aber später dennoch ein Remisgebot. Indes nutzte Hanna Schmid eine Fesselung um per Springergabel eine Qualität von Caroline Ebert zu gewinnen, während Constanze Maria Paoli gegen Lena Bader erst einen Bauern und später eine Figur einsackte.

U18 – Runde 6:

Das Spitzenduell der U18 nahm ein überraschendes Ende: Marie Oberhofer hatte gerade einen Bauern gewonnen und stand besser, als sie eine Fesselung übersah und Verena Kolb mit einer Springergabel die Dame gewinnen konnte. Sindy Kail übernahm in der Eröffnung die Initiative und der König von Michela Manco musste ins offene Feld, wodurch Sindy letztlich einen Bauern und später die Qualität bekam. Ein Abzugsangriff brachte Ekaterina Alferova einen Mehrbauern, später verlor Alina Damrich nach einem Hinlenkungsopfer mit folgender Springergabel noch einen weiteren. Derweil geriet Dilan Hacklinger mit ihrem Turm in eine unparierbare Fesselung und Eva Schilay wusste diesen zu erobern. Julia Lautenbach war spielfrei, da Stefanie Walter das Turnier abbrechen musste.

Rahmenprogramm:

Das traditionelle Tandemturnier ging dieses Jahr mit 21 Teams über die Bühne. Dabei gab es ein Revival des legendären Teams „Sebi´s Fangirls“ (Kristina Schwarzmann/Alma Krastina), das 2016 den Titel holte. Diesmal trat Alma mit Kristinas Schwester Julia als „Sebi´s Fangirls 1.5″ an – und hätte mit einem Erfolg in der letzten Runde den Sieg davontragen können. Dort setzte sich aber „Kikanninchen“ (Nina Kunisch/Annika Petzold) durch, die damit alle sieben Runden für sich entscheiden konnten. Dank der besten Buchholz führten Alma und Julia ein Quartett mit jeweils fünf Punkten als Zweite an – waren als Team mit dem besten Namen aber auf jeden Fall Sieger nach Turnierleiterordnung. Es folgten „S.Oliver“ (Sindy Kail/Oliver Kail), „Die geilen Schnitten“ (Arusyak Sargsyan/Merle Gorka) sowie „Schulaufgabe“ (Alina Damrich/Svenja Wahl). Bestes U12-Team wurde „Die drei Musketiere“ (Alina Müller/Katharina Gubler/Violeta Loos) mit vier Punkten auf Rang sieben.

Endstand

Tag 5:

U10 – Runde 7:

Am Spitzenbrett hatte Sofia Klonov gegen Svea Jannicke früh eine Mehrfigur, die sie viel später in der Partie wieder verlor. Im Endspiel hatten beide ihre Gewinnchancen, bis Sofia in klar besserer Stellung ein einzügiges Matt übersah. Laura Kristin Krause nutzte eine Fesselung um Violeta Loos eine Figur abzunehmen, während Alina Muhina und Anna-Maria Neidert den Punkt teilten. Allerdings konnte zunächst Alina dank der besseren Entwicklung eine Quali gewinnen, doch danach startete Anna-Maria einen starken Angriff und stand schon besser. Beim Remisschluss wäre jedoch ein taktischer Schlag für Alina auf dem Brett gewesen. Elisabeth Reich gewann gegen Maja Cipriani im Laufe der Partie zwei Türme, dagegen lief Luisa Manakov mit einer Mehrfigur in ein einzügiges Matt. Das Duell zwischen Laura Huber und Aditi Anaparthi endete nach wechselhaftem Verlauf abrupt mit einem Erfolg für Laura. Hin und her ging es auch zwischen Laura Sophie Bauer und Clementine Köppel bis Laura Sophie ihre Grundreihe vernachlässigte und Clementine Matt setzen konnte.

U12 – Runde 7:

Eine überraschend schnelle Punkteteilung gab es am Spitzenbrett zwischen Sarah Winkler und Emily Alferova. Derweil opferte Alina Müller einen Bauern um eine Bauerngabel anbringen zu können und setzte sich mit ihrer Mehrfigur im Endspiel durch. Siri Prinzen nutzte im Mittelspiel ihre Aktivität um zuerst die gegnerische Bauernstruktur zu schwächen und danach drei Bauern einzusammeln, wonach sie einen Bauern zur Umwandlung brachte. Keinen Sieger fand die Partie zwischen Katja Frowein und Jana Henning, wobei Jana mit einem Mehrbauern gute Chancen hatte. Eine weitere Punkteteilung gab es zwischen Liana Muhina und Helen Stegert, bei der Liana einen Bauern opferte und am Königsflügel angriff. Helen verteidigte sich umsichtig und am Ende wurden die Züge wiederholt. Sowohl Melissa Albayrak als auch Sarah Zeisler wurde gegen Alexa Scherf und Anna Nguyen eine Fesselung zum Verhängnis. Sabah Burdett kam zu einem durchschlagenden Angriff gegen den in der Mitte verbliebenen König von Vanessa Heinze, verpasste aber ein Mattmotiv und so sorgte eine Springergabel mit Damengewinn für eine dramatische Wende. Die Partie zwischen Laurena Uhrmann und Ida Winterkamp verlief lange ausgeglichen bis eine Fesselung Laurena auf die Siegerstrasse brachte.

U14 – Runde 7:

Ganze neun Züge wurden am Spitzenbrett gespielt, dann remiserten Jana Bardorz und Nina Kunisch, womit sich die beiden die Ränge eins und zwei sicherten. Leonora Weber eroberte früh eine Figur von Alisa Schneider per Doppelangriff, während Liliane Pavlov und Lisa Adelhardt nach unspektakulärem Verlauf den Punkt teilten. Ein weiteres Remis gab es zwischen Anna Erdösi und Nese Albayrak, wobei Anna mit zwei Figuren für einen Turm Vorteil hatte. Maria Schilay kam gegen Iva Cheredzhiyska sehr gut aus der Eröffnung, aber ihr Vorteil verflachte. Später nutzte sie ihr Läuferpaar um die gegnerische Bauernstruktur zu schwächen und hatte dank des starken Freibauers im Zentrum die Lage im Griff bis ein Abzugsangriff die endgültige Entscheidung zu ihren Gunsten brachte. Vanessa Wiemann gewann schon in der Eröffnung einen Bauern von Merle Gorka und beim Übergang ins Endspiel kam ein Zweiter hinzu. Trotz ungleichfarbiger Läufer war gegen den Freibauern im Zentrum kein Kraut gewachsen. Svenja Wahl hatte lange Zeit einen Mehrbauern, doch als Lea Röll diesen zurückgewann wurde der Punkt geteilt. Indes kombinierte Katharina Gubler Fesselung und Doppelangriff um Ricarda Sophie Krause eine Figur abzujagen und Arusyak Sargsyan gewann zwei Figuren von Xenia Schmitt.

U16 – Runde 7:

Am Spitzenbrett waren die Figuren von Annika Petzold früh unkoordiniert, so dass Verena Gauchel die Königsstellung öffnen konnte. Zwar verpasste sie eine mögliche Vorentscheidung, verwertete aber ihre zwei Mehrbauern. Caroline Ebert hatte lange Zeit Raumvorteil, zog dann aber ihre Dame unnötigerweise in einen Abzugsangriff, so dass Maria Kühne zwei Bauern erobern konnte und später kam noch eine Figur dank einer Fesslelung hinzu. Julia Schwarzmann hätte im Mittelspiel einen wichtigen Zentrumsbauern gewinnen können, danach übernahm Sara-Marie Hauner die Initiative und setzte sich dank aktiverer Figuren im Springerendspiel durch. Derweil kam Daiana Burger gut aus der Eröffnung, machte dann aber ein paar unnötige Damenzüge, wodurch sie in der Folge insgesamt drei Bauern einbüßte. Bei Hanna Schmid und Laura Röll war schon eine dreifache Stellungswiederholung auf dem Brett und kurz darauf bekam Hanna eine Chance zum Matt. Berrak Albayrak griff am Königsflügel an und konnte per Abzugsschach die Dame von Lena Bader gewinnen.

U18 – Runde 7:

Sowohl Verena Kolb als auch Ekaterina Alferova brauchten einen Sieg für den Meistertitel und so kamen heterogene Rochaden aufs Brett. Dabei war Verena die ganze Partie über am Drücker, wählte dann aber nicht den besten Plan und gab ihre Türme für die gegenerische Dame. Mit der eigenen sammelte sie in der Folge zwei Bauern ein, trotzdem schien die Sache nicht so einfach und an einer Stelle hätte Ekaterina in die Partie zurückkommen können. Als sich alle auf einen noch länger andauernden Kampf eingestellt hatten, sorgte ein Blackout für ein jähes Ende und Verena konnte einzügig Matt setzen. Julia Lautenbach bekam ihren König nicht aus der Mitte, wonach Sindy Kail das Zentrum öffnete und dank aktiver Figuren einen Bauern zur Umwandlung brachte. Marie Oberhofer hatte zwar einen Bauern weniger, dafür aber sehr aktive Figuren und sie einigte sich mit Alina Damrich auf Remis. Auch in der Partie zwischen Eva Schilay und Michela Manco wurde der Punkt geteilt, dabei wäre für Eva in der Endstellung ein taktischer Schlag möglich gewesen.

Bei der Siegerehrung bedankten sich Hanna Marie Klek und Sebastian Mösl bei allen Teilnehmerinnen sowie Eltern und Betreuern für eine tolle Woche ohne Probleme. Heiko Paoli dankte im Namen der Eltern den Beiden für die reibungslose Organisation. Diesen Dank gab Sebastian an die Turnierhelfer Fabian Thiel, Alma Krastina sowie Alisa Semenova weiter und überreichte auch Heiko Paoli und Bastian Fischer vom SC Vaterstetten ein kleines Präsent dafür, dass sie erneut ihre DGT-Bretter zur Verfügung gestellt haben. Heiko zeichnete bereits das vierte Jahr in Folge für die Betreuung der Technik verantwortlich, so dass man auch bei dieser Meisterschaft den Service einer Live-Übertragung von neun Partien anbieten konnte.

Danach führten Hanna Marie und Sebastian die Siegerehrung durch, beginnend mit den Rahmenturnieren, ehe die fünf Altersklassen folgten. Hier gab es Pokale für die ersten Drei , zudem bekam jede Teilnehmerin eine Urkunde sowie einen Sachpreis.

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